Eröffnung des Bochumer Musikzentrums verzögert sich

Nicht vor 2016

Ursprünglich sollte es Mitte diesen Jahres eröffnen, zuletzt war von Herbst 2015 die Rede. Jetzt ist klar: Das Musikzentrum, die neue und erste Heimat der Bochumer Symphoniker in der Bochumer Innenstadt, wird wohl nicht vor 2016 eröffnen.

BOCHUM

, 14.01.2015, 16:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eröffnung des Bochumer Musikzentrums verzögert sich

Blick in den Konzertsaal des Bochumer Musikzentrums. Erst 2016 werden dort Zuhörer sitzen.

Damit das Orchester nun auch auf Verwaltungsbüros, ordentliche Räume für (Gast-)Dirigenten, Solisten, Stimmzimmer etc. verfügen kann, ist allerdings auch eine längere Bauzeit vonnöten.

„Wir gehen davon aus, dass am 31. Oktober der letzte Handwerker den Bau verlässt“, sagt Kulturdezernent Michael Townsend (Foto) als Bauherr. Dieser Stichtag ist wichtig, weil die Vergabe von EU- und Landesmitteln daran hängt. Die Ratsfraktion der Partei Die Linke unkt bereits: „Der umstrittene Bau des Bochumer Musikzentrums bleibt ein kaum kalkulierbarer Risikofaktor für die Finanzen der Stadt. Die Stadt wird um die Genehmigung einer weiteren Bauzeitverlängerung betteln müssen.“ Die Stadt gehe ein 16-Millionen-Risiko ein.

„Wer das Gebäude nie gewollt hat, hat jetzt natürlich einen Angriffspunkt“, sagt Michael Townsend in Reaktion darauf, sieht den Bau jedoch absolut im erweiterten Zeitplan – und Finanzrahmen. Aus letzerem ragten bloß die circa 700 000 Euro heraus, die die Beseitigung des schadstoffbelasteten Bodens gekostet habe.

Nach dem Bauabschluss am 31. Oktober muss der Umzug des Orchesters und seiner Verwaltung stattfinden, Heizung, Klimaanlagen und Elektronik justiert und eingespielt werden. Mit einem sicheren Eröffnungstermin rechnet der Kulturdezernent nach den Sommerferien. Die Verschiebung der geplanten Eröffnung mit einer Komposition Stefan Heuckes nennt er „ein lösbares Problem“.

  • Fast 100 Jahre warten die 1918 gegründeten Bochumer Symphoniker bereits auf eine eigene Spielstätte.
  • Das am 31. Oktober fertig gestellte Musikzentrum wird 901 Plätze plus 125 auf der Chorempore haben. Ein weiterer Multifunktionssaal fasst 400 Besucher.
  • Die Baukosten belaufen sich wegen des schadstoffbelasteten Bodens mittlerweile auf knapp 34 Millionen Euro, die Stiftung, Land, EU und Stadt tragen.
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