Eröffnungszeremonien stehen im Zentrum der Installation von Almut Pape

Bochumer Stadtgeschichte

Skurrilitäten aus der Bochumer Stadtgeschichte beginnen in einem leeren Ladenlokal im Untergeschoss der Drehscheibe ein Eigenleben. Zum Abschluss ihres Studiums der Szenischen Forschung richtet Almut Pape dort ihre Installation ein. Sie trägt den Titel: "Topographische Versprechen. Selbsterzählungen einer Stadt"

BOCHUM

von Von Max Florian Kühlem

, 18.02.2014, 16:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Almut Pape spielt für ihre Installation zu Eröffnungen in der Bochumer Stadtgeschichte mit der vorgefundenen Struktur eines leeren Ladenlokals im Untergeschoss der Drehscheibe. Jeder Ort - wie hier die Ruhr-Uni - hat ein eigenes Feld.

Almut Pape spielt für ihre Installation zu Eröffnungen in der Bochumer Stadtgeschichte mit der vorgefundenen Struktur eines leeren Ladenlokals im Untergeschoss der Drehscheibe. Jeder Ort - wie hier die Ruhr-Uni - hat ein eigenes Feld.

Öffnungszeiten:
Die Installation „Topographische Versprechen. Selbsterzählungen einer Stadt“ zu Eröffnungen in der Bochumer Geschichte eröffnet zum ersten Mal am Freitag, 7. März, um 17 Uhr, im leeren Ladenlokal im Untergeschoss der Drehscheibe. Bis Dienstag, 11. März, gibt es dann täglich eine Eröffnung um 14 Uhr. Frei begehbar ist die Installation jeweils bis 18 Uhr.

Bei der Eröffnung des wesentlich kleineren Neubaus waren es 2002 nur noch zwei Synchronschwimmerinnen. In Almut Papes Installation, die jedem Bochumer Bau ein eigenes Feld auf dem Boden des Ladenlokal zuweist, wird eine Performerin eine Synchronschwimmerin spielen, die versucht, mit sich selber synchron zu schwimmen. Weil auch das Schwimmbad bekanntlich längst wieder geschlossen ist. So sind die Stationen der vielteiligen Installation hintersinnige Kommentare auf Bochumer Vergangenheit und Gegenwart. Weil sie erst am 7. März eröffnet wird, wirkt das Ladenlokal zwar noch ein wenig leer. Die bereits vorhandenen Requisiten deuten die tollen Geschichten jedoch schon an: Zwei Spielzeug-Schildkröten zum Beispiel zeigen, dass sowohl bei der Eröffnung der Jahrhunderthalle 1902 in Düsseldorf als auch der der Ruhr-Universität 1964 und des Stadtbads Schildkröten-Suppe gereicht wurde. „Meine Mutter hat mir bestätigt, dass das früher eine Delikatesse für festliche Anlässe war – auch, wenn sie aus der Dose kam“, erzählt die Studentin der Ruhr-Uni.

Der Besucher wird durch ihre Installation flanieren wird durch den Stadtraum. Am Eingang kriegt er ein Radio in die Hand gedrückt, das er auf die Frequenz der jeweiligen Station einstellen kann, um deren Geschichte zu hören – über Lautsprecher, damit ein urbanes Stimmengewirr entsteht. Erzählen werden die Stimmen auch vom Ruhr-Park, wo sich in den 60er-Jahren eine rote Brigade von kommunistischen Kassiererinnen bildete, die gegen die Benachteiligung weiblicher Mitarbeiter kämpfte.  

Öffnungszeiten:
Die Installation „Topographische Versprechen. Selbsterzählungen einer Stadt“ zu Eröffnungen in der Bochumer Geschichte eröffnet zum ersten Mal am Freitag, 7. März, um 17 Uhr, im leeren Ladenlokal im Untergeschoss der Drehscheibe. Bis Dienstag, 11. März, gibt es dann täglich eine Eröffnung um 14 Uhr. Frei begehbar ist die Installation jeweils bis 18 Uhr.

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