Erschließung des Gewerbegebiets Unna-Kamen beginnt

rnEin Jahr Bauzeit

Der Startschuss ist gefallen: Für das gemeinsame Gewerbegebiet von Unna und Kamen im Norden Unnas haben die Erschließungsarbeiten begonnen. Am Anfang steht der Bau einer wichtigen Straße.

Unna

, 31.07.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nein, es ist nicht die Westtangente, der die große Planierraupe in der Nähe des Kamen-Karree den Weg bereitet. „Das ist eine reine Erschließungsstraße, die wir als Erstes bauen, um das Gebiet mit Baufahrzeugen erreichen zu können“, beeilte sich Christoph Gutzeit beim offiziellen Pressetermin zum Beginn der Erschließungsarbeiten für das interkommunale Gewerbegebiet Unna-Kamen zu sagen. Der Leiter der Immobilienentwicklung bei der Wirtschaftsförderung im Kreis Unna (WFG) dämpft damit die Hoffnungen der Unnaer auf die seit Jahren diskutierte Umgehungsstraße.

Das, was nun südwestlich des Kamen-Karree schrittweise sichtbar wird, sind die Erschließungsarbeiten für das 24 Hektar umfassende gemeinsame Gewerbegebiet von Unna und Kamen, ein Gewerbegebiet „in Ideallage“, wie WFG-Geschäftsführer Dr. Michael Dannebom betont. „Andere Städte im Ruhrgebiet würden sich ein Gewerbegebiet in dieser Lage sehnlichst wünschen“, ist er überzeugt. Rund 3 Millionen Euro kosten die Erschließungsarbeiten.

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Auch wenn die WFG Namen von ansiedlungswilligen Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt noch unter Verschluss hält, ist es kein Geheimnis, dass die Vermarktung des B-Plangebietes „UN 87 A“, wie das interkommunale Gewerbegebiet offiziell heißt, sehr gut läuft. „Wir befinden uns in mehreren tieferen Gesprächen und Vertragsverhandlungen mit Unternehmen, die hier ansässig werden wollen“, sagt Christoph Gutzeit. Die Nachfrage sei so gut, dass man derzeit davon ausgehe, dass die ersten Firmen bereits parallel zu den laufenden Erschließungsarbeiten bauen werden. „Wir werden für die Erschließung gut ein Jahr benötigen“, so Gutzeit, „es ist sehr wahrscheinlich, dass man im Sommer 2019 hier bereits Rohbauten von Firmen sehen kann.“

In einem anderen Kontext war zwischenzeitlich der Name Woolworth als möglicher Interessent für den Standort gefallen. Die WFG hat dies bisher nicht bestätigt.

Während der Bebauungsplan für„UN 87 A“ bereits seit über einem halben Jahr rechtskräftig ist, bemüht sich die WFG derzeit um Planungsrecht für einen gut elf Hektar großen Bereich, der sich unmittelbar östlich an „UN 87 A“ anschließt. „Für diesen Bereich versuchen wir, Dienstleistungsfirmen zu etablieren, ähnlich wie es in Holzwickede bereits der Fall ist“, erklärt Dannebom. Der „Eco-Port“ in Holzwickede ist Standort von mehreren modernen Bürogebäuden und Dienstleistern. „Das können wir uns auch für Unna vorstellen“, so der WFG-Geschäftsführer.

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