Erste Autobahnkirche im Ruhrgebiet wird am Sonntag eröffnet

An der A40

HAMME Noch fahren die Pendler vorbei. Lassen die Kirche links liegen. Noch fehlen die Schilder, die die Epiphanias-Kirche an der Dorstener Straße als Autobahnkirche ausweisen. Am Sonntag ist es dann endlich soweit: Die erste Autobahnkirche des Ruhrgebiets wird offiziell eröffnet.

von Von Benedikt Reichel

, 26.05.2010 / Lesedauer: 3 min
Erste Autobahnkirche im Ruhrgebiet wird am Sonntag eröffnet

Der Blick von der Autobahn auf die Autobahnkirche.

"Straßen.NRW hat uns zugesichert, die Schilder rechtzeitig vor der Eröffnung anzubringen", sagt Gemeindepfarrer Karl-Heinz Gerth. Rechtzeitig heißt in diesem Fall am Donnerstag oder Freitag. Denn am Sonntag, 30. Mai, wird in Bochum die erste Autobahnkirche des Ruhrgebiets offiziell eröffnet.

Zu diesem Anlass haben sich zahlreiche ranghohe Vertreter der Politik, der Kirchen, der Kultur angekündigt. Der Bundestagspräsident Norbert Lammert zum Beispiel. Der Ruhr.2010-Geschäftsführer Fritz Pleitgen, die Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, die Kulturbeauftragte der evangelischen Kirchen in Deutschland, Petra Bahr oder der Verkehrsminister des Landes, Lutz Linnenkämper. Letzterer wird nach dem ökumenischen Gottesdienst um 14 Uhr die Plakette der Autobahnkirche enthüllen. Darauf hat die Gemeinde seit einem Jahr hingearbeitet. Doch was passiert nach diesem Tag?

Die Kirche wird offen sein. Jeden Tag. Das ganze Jahr. Von 8 bis 20 Uhr. Offen für Menschen, die auf der Fahrt nach Hause oder zur Arbeit einen Ort der Rast suchen. Für Menschen, die täglich auf der Autobahn 40 pendeln. 25 Mitglieder des Trägervereins werden möglichst oft in der Kirche anwesend sein. Sie sollen nicht nur eine Aufsicht leisten, sondern den Gästen der Autobahnkirche auch als Ansprechpartner dienen.

Alltägliches Gemeindeleben Daneben findet in der Epiphanias-Kirche das alltägliche Gemeindeleben weiter statt, gespickt mit einigen zusätzlichen Konzerten, mit besonderen Ausstellungen, mit ökumenischen Veranstaltungen. "Wie es genau weiter geht, werden wir nach den ersten Monaten entscheiden", sagt Peter Egen, Vorstandsmitglied des Trägerkreises der Autobahnkirche. Denn noch weiß niemand, wie viele Autofahrer die Kirche nutzen werden, was sie für Wünsche haben.

Sofern sie kommen. Denn von der A40 wird nur ein kleines Symbol über der Abfahrt auf die Autobahnkirche hinweisen. Mehr ist aus Platzgründen nicht möglich. "Die meisten fahren täglich hier vorbei, somit wird sich auch das eine Schild einprägen", ist Pfarrer Gerth überzeugt. Nachts wird die Epiphanias-Kirche zumindest ab dem 12. Juni Aufmerksamkeit auf sich lenken. Ab diesem Datum soll das Gotteshaus in einem warmen Licht illuminiert werden.