Erste Impfungen für Menschen unter 80 nach Ostern - neue Regel bei Unverträglichkeit

Coronavirus

Direkt nach Ostern sollen die ersten Menschen unter 80 Jahren ein Corona-Impfangebot bekommen. Bei Unverträglichkeiten kann man zudem mit einem ärztlichen Attest einen anderen Impfstoff bekommen.

Düsseldorf

25.03.2021, 11:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Menschen unter 80 Jahren können ab dem 6. April einen Impftermin vereinbaren. Die ersten Impfungen erfolgen dann ab dem 8. April.

Menschen unter 80 Jahren können ab dem 6. April einen Impftermin vereinbaren. Die ersten Impfungen erfolgen dann ab dem 8. April. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Die ersten Menschen unter 80 Jahren sollen in NRW regulär ab dem 8. April gegen Corona geimpft werden. Das geht aus einem neuen Erlass des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach sollen ab dem 6. April die ersten Einladungen zum Impfen an 79-Jährige herausgehen. Danach ist der nächste Jahrgang dran. Bis dahin ist es den Kreisen und kreisfreien Städten nun auch erlaubt, mit übrig gebliebenen Impfdosen zum Beispiel Menschen unter 80 zu impfen, wenn sie eine Vorerkrankung haben. Der Nachweis hat mittels Attest zu erfolgen.

Der Anlass: Die angebotenen Impftermine werden nach Erkenntnissen des Ministeriums nicht mehr in allen Regionen ausgeschöpft. So hätte zuletzt beispielsweise das Impfzentrum in Gelsenkirchen laut „WAZ“ Zeit für andere Menschen gehabt - die Impfungen durften dort aber noch nicht ausgeweitet werden.

Laumann: „Wir wollen Strecke machen“

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte dazu am Donnerstag: „Das Land reagiert schnell und unbürokratisch auf die Meldung zahlreicher Kommunen, dass sie freie Terminkapazitäten haben. Wir stellen hiermit klar: Die Kommunen haben die Beinfreiheit, vorhandene Impfkapazitäten auch zu nutzen. Wir wollen Strecke machen.“

Mit den gestaffelten Einladungen ab dem 6. April zunächst für 79-Jährige soll laut Erlass eine Überlastung der Terminsysteme ausgeschlossen werden. Als die Menschen über 80 alle auf einmal eingeladen worden waren, hatte es Probleme unter anderem in den Call-Centern gegeben. Wie bisher sollen gemeinsame Buchungen für Lebenspartner möglich sein.

Neuer Erlass regelt auch den Fall von Unverträglichkeiten

Wann die 78-Jährigen dran sind, steht indes noch nicht fest. „Geplant ist, sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht weitere Geburtsjahrgänge zur Impfung einzuladen“, so das Gesundheitsministerium. Alle Einladungen kommen schriftlich über die Kreis- oder Stadtverwaltungen.

Der neue Erlass stellt zudem klar, dass man durch ein ärztliches Zeugnis die Unverträglichkeit für einen bestimmten Impfstoff nachweisen und dann auch einen anderen bekommen kann. „Die betreffenden Personen sind darauf hinzuweisen, dass eine Impfung mit einem alternativen Impfstoff aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit ggf. zu einem späteren Impfzeitpunkt erfolgen muss“, so der Erlass.

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Hintergrund: Inzwischen dürfen alle Altersgruppen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca geimpft werden, von dem zuletzt mehr Dosen zur Verfügung standen als von den Herstellen Biontech und Moderna.

dpa

Ab dem 6. April 2021 kann den ersten Jahrgang der über 70-Jährigen einen Termin vereinbaren unter www.116117.de sowie telefonisch über die Rufnummer 116 117. Um eine Überlastung der Terminbuchungssysteme auszuschließen, werden die Einladungen jahrgangsweise erfolgen und die Buchungsmöglichkeiten der Personengruppe ebenfalls jahrgangsweise freigeschaltet, beginnend mit den 79-Jährigen.
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