Erste Läden der Südmall eröffnen bereits im März

Ruhr-Park-Erweiterung

Der Ruhr-Park baut neu. Auf den früheren Parkplätzen im Süden des Einkaufszentrums entsteht derzeit eine komplett neue Mall. Einige Läden der Erweiterungsfläche eröffnen bereits in den nächsten Wochen. Die vollständige Eröffnung ist dennoch erst für September geplant.

BOCHUM

, 12.03.2015, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hell, freundlich und modern soll er werden, der neue Haupteingang des Ruhr-Parks. Doch dort, wo ab September Kinder spielen sollen, dominieren derzeit noch Schuttberge und Werkzeuge das Bild. Aber das Einkaufszentrum ist auf einem guten Weg: Bereits am kommenden Montag (16.) eröffnen mit Intersport und Mango die ersten zwei Geschäfte im Erweiterungsbereich des Shopping-Centers.

Die Freude ist Center-Manager Christian Krause deutlich anzusehen: „Wir sind stolz darauf, dass es uns gelungen ist, „Toys’r’us“ im Ruhr-Park zu halten“, sagt er. Dreimal habe das Unternehmen dem Einkaufszentrum abgesagt, doch dann, kurz vor Weihnachten 2014, gelang das kleine Wunder.

Und so wird das Spielzeuggeschäft nun einer der großen Ankermieter der neuen Mall, die derzeit auf den früheren Parkplätzen zwischen Via Bartolo und dem Parkhaus entsteht. Dieser Bereich, seiner Lage wegen schlicht Südmall genannt, wird hauptsächlich der Mode gewidmet sein. Zara wird dort ein großes Geschäft mit über 2000 Quadratmetern eröffnen und das Label Forever 21 sogar mit 2100 Quadratmetern fast genauso groß werden, wie Toys’r’us.

Kleine Umsatzeinbußen

Doch obwohl man sich durch die neue Südmall und die Renovierung der bereits bestehenden Bereiche einen Besucherzuwachs von 2 Millionen Kunden pro Jahr erhofft, gingen die umfassenden Bauarbeiten nicht ganz spurlos an dem Einkaufszentrum vorüber. „Auf das Jahr betrachtet haben wir bei den Kunden im Jahr 2014 ein Minus von fünf Prozent gehabt“, sagt Christian Krause.

Das hätten auch einige Händler im Ruhr-Park gespürt. „Das ist aber nichts, wo wir die Hände über dem Kopf zusammenschlagen“, sagt er und hofft, dass die Geschäftsleute durch den Ansturm nach den Umbauten durch mehr Kunden entschädigt werden.

Bevor es aber soweit ist, muss noch viel getan werden. So wird der Hasenkamp-Pavillon am Busbahnhof abgerissen. Eine kleine Parkanlage mit Ruheinseln und Kinderspielplatz soll dort als neuer Haupteingang fungieren. Eine Entscheidung, die den Besucherströmen geschuldet ist: „28 Prozent der Kunden kommen bereits jetzt durch diesen Bereich“, sagt Krause.

Umbau der Via Bartolo

Im Ruhr-Park selbst müssen noch neue Gehweg-Platten verlegt und Gestaltungselemente bei den schon Jahrzehnte alten Vordächern an das Aussehen der neuen Südmall angepasst werden. Die größte Veränderung bei den bestehenden Flächen steht jedoch der Via Bartolo bevor.

„Wir wollen die Schwimmhallenatmosphäre aufbrechen“, sagt Krause über den erst 2001 eröffneten Gastronomiebereich. Aus heutiger Sicht, sagt Krause, der für die mfi Shopping Center Managment GmbH arbeitet, die den Ruhr-Park seit 2010 verwaltet, hätte die Via Bartolo so nie gebaut werden dürfen. Deshalb investiert die mfi nun bis September 1,4 Millionen Euro in eine erste Verbesserung des Gastronomiebereichs, will diesen aber zusätzlich in den nächsten drei Jahren grundlegend überarbeiten.

Es dauert also noch eine Weile bis die Renovierungsarbeiten im Ruhr-Park vollends abgeschlossen sind. Mit der Eröffnung der neuen Südmall, die für den 17. September geplant ist, wird der Ruhr-Park jedoch einen Großteil der Modernisierungsarbeiten abgeschlossen haben.

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