Erstes Bochumer Tischfußballturnier kam gut an

Bochumer Stadtmeisterschaften

74 Zweierteams hatten sich zu den 1. Bochumer Stadtmeisterschaften im Tischfußball angemeldet. An insgesamt 24 Kickertischen wurde am Samstag, 22. September, das offene Turnier für Vereinsmitglieder und Interessierte bestritten. Tischfußball als richtiger Sport - das überzeugte vor Ort.

BOCHUM

von Eva Mühle

, 23.09.2012, 15:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ab 18 Uhr ging es in die KO-Runde: Zweierteams spielten jeweils gegeneinander um den Sieg.

Ab 18 Uhr ging es in die KO-Runde: Zweierteams spielten jeweils gegeneinander um den Sieg.

Am Wochenende fanden die 1. Bochumer Stadtmeisterschaften in dieser Disziplin statt. Der Samstag der Studentenkneipe „Hardy’s“ stand ganz im Zeichen des Fußballs: Vorne lief die 1. Bundesliga auf den Bildschirmen, während im Hinterraum eifrig auf 24 Tischen gekickert wurde - über zehn Stunden. Eingeladen zum Turnier des Tischfußballverbands NRW (NWTFV) hatten der Bochumer Tischfußball Verein (TFV) und die Dortmunder Mannschaft „Foosvolk“. 74 Zweierteams aus ganz Deutschland hatten sich angemeldet. „Die Sportart wird immer populärer. Wir können einen starken Mitgliederzuwachs verzeichnen. Und über 140 Teilnehmer fürs offene Doppel, das ist schon viel“, sagt der Präsident des NWTFVs Jens Uhlemann, der am Wochenende selbst mitspielte. Tischfußball als eigenständige Sportart und eben nicht nur ein beliebtes Kneipenspiel? Ja, sagt Uhlemann: „Wir haben 35 Vereine in NRW und über 500 aktive Spieler“.

Am Wochenende wurden aber nicht nur die Profis an den Kicker gebeten: Unterschiedliche Disziplinen für Senioren, Kinder, Damen oder Neulinge sollten möglichst viele für den Sport begeistern. „Tischfußball kann von jedem gespielt werden. Wir bieten für jeden Typ was an“, so Uhlemann. Gespielt wurde ähnlich wie beim Schach nach dem Schweizer System: Mit steigender Rundenzahl passte sich das Niveau des zugeteilten Gegners an das eigene Können an. Vormittags konnten sich die Teilnehmer so für das offene Doppel am Abend qualifizieren. Pro Spiel wurden drei Sätze gespielt. Wer zwei davon für sich entscheiden konnte, siegte. Der Sieg war aber nicht die Hauptsache. „Wir sind in die schlechteste Kategorie für die KO-Runde gerutscht“, erklärt Tobias Windeck vom TFV. „Die Stimmung hier ist aber super. Tischfußball ist ein genialer Sport, schnell, direkt, Mann gegen Mann“. Das freute auch Veranstalter Uhlemann, der sich am späten Abend sogar als Turniersieger durchsetzte.