Erweiterter Nahverkehrsplan vorgestellt

BOCHUM Über zehn Jahre ist es her, dass der erste Nahverkehrsplan der Stadt beschlossen wurde. Seitdem hat man die Qualität des Öffentlichen Personennahverkehrs in Bochum zwar ständig weiterentwickelt. In einer Fortschreibung des Plans wurden jetzt jedoch noch einmal wichtige Eckpfeiler festgeschrieben: Dazu gehören Zielsetzungen für die Bereiche Pünktlichkeit, Anschlüsse, Fahrzeugqualität und Sicherheit.

von Von Florian Kühlem

, 18.03.2009, 15:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der erweiterte Nahverkehrsplan wurde jetzt vorgestellt.

Der erweiterte Nahverkehrsplan wurde jetzt vorgestellt.

"Zum Thema Pünktlichkeit wurde etwa als Zielwert festgehalten, dass Bus und Bahn nie zu früh von einer Haltstelle abfahren dürfen und nicht mehr als drei Minuten Verspätung haben sollten", informiert die Nahverkehrs-Koordinatorin der Stadt, Danuta Kählert. Dies ist nur eine Definition von Qualitätsstandards, die man gemeinsam mit der BOGESTRA ermittelt hat. Einzigartig und besonders ist laut Kählert, dass man für die Erreichung der Zielwerte nicht nur objektive Statistiken, sondern auch subjektive Kundenbefragungen heranziehen wird. Die subjektive Erfahrung kann naturgemäß - wenn man etwa in einem verspäteten Bus sitzt - sehr stark von objektiv ermittelten Verspätungsstatistiken abweichen.Fahrgäste halten und neue gewinnen

"Ziel hinter dem neuen Nahverkehrsplan ist es, Fahrgäste zu halten und neue zu gewinnen", informiert Kählert. Derzeit wird er vor Bezirksvertretungen und Ausschüssen vorgestellt bis er am 28. Mai im Rat beschlossen werden soll.Mindestausstattung der Fahrzeuge

Festgeschrieben werden darin auch Mindestausstattungen der Fahrzeuge und Haltestellen oder geschlechtsspezifische Belange - Frauen sind danach häufiger im Schichtbetrieb oder am Wochenende berufstätig und auf den Nahverkehr angewiesen. Und sogar Zukunftsmusik wie der seit Ewigkeiten anvisierte und diskutierte Ausbau der U35 mindestens bis zur Hochschule Bochum finden Erwähnung im erweiterten Plan - als Vorhaben für das Jahr 2015.