Erwin, Enten, Präsidenten

Thomas Krüger

Es hätte ein witziger Krimi werden können, mit einem schrägen "Vogel" als menschlichem Amateur-Ermittler, drei Laufenten als tierische "Kollegen" und viel Lokalkolorit aus Ostwestfalen-Lippe mit dem erfundenen Örtchen Versloh.

18.04.2017, 09:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Leider jedoch ist Thomas Krügers "Erwin, Enten, Präsidenten" eher zum Gähnen, als spannender Lesespaß. Was bei der erfolgreichen Radio-Reihe "Neues aus Stenkelfeld" herrlich-satirisch funktioniert, ist bei dem lahmen Krimi um einen ermordeten Bürgermeister nur bemüht, aber nie gelungen.

Konstruierte Geschichte

Dem ostwestfälisch angehauchten Dialekt der Protagonisten zu folgen, ist mehr als mühsam und langweilig. Genauso wie die ganze konstruierte Geschichte. Der trottelig angelegte Anti-Held Erwin Düsedieker nervt nur, mit ihm wird der Leser nicht warm. Da gibt es viele bessere skurrile Ermittler in wirklich originellen Krimis mit Lokalkolorit.

Schade um die Idee, aus der man viel mehr hätte machen können. So ist es ein Buch ohne einen Hauch von Lesevergnügen.

Thomas Krüger: Erwin, Enten, Präsidenten, 400 S., Heyne, 9,99 Euro, ISBN 978-3-453-41981-0.