Erwürgt und geschändet: Verurteilt zu achteinhalb Jahren Haft

Tod im Kinderzimmer

Im Prozess um das Todesdrama von Bochum-Stiepel ist der 18-jährige Angeklagte am Mittwoch zu achteinhalb Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Er hatte gestanden, seine Schulfreundin (17) erwürgt und sich danach an der Leiche vergangen zu haben. Das Motiv: verschmähte Liebe.

BOCHUM

von Von Werner von Braunschweig

, 21.09.2011, 12:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
In diesem Haus in Bochum-Stiepel wurde die 17-jährige Bochumerin erwürgt.

In diesem Haus in Bochum-Stiepel wurde die 17-jährige Bochumerin erwürgt.

  Wie der Oberstaatsanwalt ging auch das Gericht davon aus, dass der 18-Jährige seine Schulfreundin am 3. April im Affekt erwürgt hat. Das Urteil lautet auf Toschlag. Einen Mord ("zur Befriedigung des Geschlechtstriebs") hatte auch der Oberstaatsanwalt nicht angenommen: "Es ist nicht festzustellen, dass er das Mädchen umgebracht hat, nur um mit ihr geschlechtlich zu verkehren."Die 17-Jährige war am 3. April von ihrer Mutter leblos und nackt im Kinderzimmer vor dem Bett gefunden worden. Der Angeklagte, ein guter Schulfreund und in der Familie des Mädchens bekannt, hatte bei ihr im Zimmer übernachtet. Nach der Tat war er zunächst untergetaucht, konnte dann über sein Handy geortet und an der Siegessäule in Berlin festgenommen werden.   Aus Jugendschutzgründen fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.