Es läuft nach Neururers Plan

VfL vor großer Kulisse

Der erste Wunsch von Peter Neururer mit Blick auf das Heimspiel gegen den 1. FC Köln ist in Erfüllung gegangen. Die "Geißböcke" kommen am Sonntag ungeschlagen ins rewirpowerSTADION.

BOCHUM

von Von Uli Kienel

, 05.11.2013, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marcel Maltritz (links) und Patrick Fabian bilden in Kaiserslautern wieder die Innenverteidigung des VfL.

Marcel Maltritz (links) und Patrick Fabian bilden in Kaiserslautern wieder die Innenverteidigung des VfL.

Der beeindruckende 4:0-Heimsieg der Kölner vom Montagabend gegen den 1. FC Union Berlin spielte Bochums Trainer durchaus in die Karten. Für ihn läuft es nach Plan. "Das erhöht noch einmal unsere Motivation, ihnen die erste Niederlage zuzufügen", schilderte Neururer und ergänzte: "Mit jedem Sieg rücken die Kölner ein Spiel näher an ihre erste Niederlage. Das ist statistisch einfach so."

Nach Betrachtung der 90 Minuten vom Montag räumte Neururer jedoch ein, dass er je nach Spielverlauf - vor wahrscheinlich ausverkauftem Haus - auch mit einem Unentschieden leben könnte. "Drei Punkte gegen die Kölner wären natürlich ein Traum. Aber hier spielt der Tabellenzwölfte gegen den Tabellenersten. Da sind wir in der Außenseiterrolle."

Gute Erinnerungen

Die VfL-Sympathisanten erinnern sich noch an den drittletzten Spieltag der vergangenen Saison, als Peter Neururer mit den VfL-Kickern im Rahmen ihrer "Mission Klassenerhalt" ebenfalls auf die Kölner trafen. Die Domstädter spielten damals noch um die Rückkehr in die 1. Bundesliga, während "wir mit dem Rücken zur Wand standen", blickte Neururer zurück. Doch trotz eines 0:1-Rückstandes sorgten damals Zlatko Dedic und Marcel Maltritz mit ihren Treffern für einen 2:1-Erfolg, der letztendlich reichte, um in der 2. Liga zu bleiben.

Höhepunkt der Aufholjagd

"Es war damals sozusagen der Höhepunkt unserer Aufholjagd", beschreibt Neururer die damals dramatische Situation. Diesmal ist die Ausgangslage für den VfL Bochum ein wenig komfortabler, wenngleich der zwölfte Tabellenrang keinen Grund bietet, diese Begegnung in totaler Entspannung abzuspulen. Die Ausgangslage für den Sonntag skizziert Bochums Trainer diesmal so: "Der 1. FC Köln muss aufsteigen, wir wollen mit der unteren Tabellenregion nichts zu tun haben."Köln keine Räume geben

Dass man gegen den Favoriten auch punkten kann, haben unter anderen der 1. FC Kaiserslautern und 1860 München gezeigt, die jeweils in Köln unentschieden spielten. Eklantante Schwächen sind beim aktuellen Liga-Besten nicht auszumachen. "Wir brauchen gegen den FC eine leidenschaftliche Leistung. Diese Mannschaft ist in der Offensive und ebenso in der Defensive erstklassig besetzt. Wir dürfen ihnen auf gar keinen Fall so viele Räume lassen, wie es am Montag Union Berlin gemacht hat", will Peter Neururer diesen Anschauungsunterricht auch noch einmal in seine Spielvorbereitung einfließen lassen.