Etappenreise durch die Musik des 20. Jahrhunderts

Ruhrtriennale

Vor sechs Jahren hat der New Yorker Musikkritiker Alex Ross mit dem 700-Seiten-Epos "The Rest is Noise" einen Meilenstein zur Musik des 20. Jahrhunderts herausgebracht. Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale, hat das Buch als Etappenreise durch sechs Schauspielhäuser und Kammerspiel so aufbereitet, dass es auch für Laien hochspannend ist.

DORTMUND

, 22.01.2016, 13:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Etappenreise durch die Musik des 20. Jahrhunderts

Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale, hat die Etappenreise „The Rest is Noise“ inszeniert.

Groß war der Andrang bei der dritten Etappe Donnerstag im Schauspiel Dortmund. Mit sieben Schauspielern, die Briefe und Tagebücher der Komponisten und ihrer Weggefährten lasen, saßen die Zuhörer auf der Bühne. Friedrike Tiefenbacher las als Alex Ross die verbindenden Texte.

Im ersten Teil ging es um die "Kunst der Angst" in Stalins Sowjetunion im zweiten um Komponisten, die im Krieg in die USA ausgewandert sind. Frank Genser war Schostakowitsch, dessen Musik für Kritiker "kreischender Lärm" war.

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Man versteht sie besser, nachdem man Briefe und Tagebuchnotizen gehört hat. Ein Streichquartett der Bochumer Symphoniker spielte zupackend Schostakowitsch’ achtes Quartett.

Schmelztiegel Hollywood

Der Kontrast zum Schmelztiegel Hollywood, wo auch Schönberg, Rachmaninow, Eisler und Strawinsky lebten, war groß: Auch als Filmmusikkomponisten arbeiteten die Komponisten dort; wie Strawinsky, der "Sacre" für Disneys "Fantasia" zur Verfügung stellte. Auch in Rachmaninows Klavieretüden, die Sachiko Hara spielte, hörte man Hollywood-Glanz.

"Wir sind in ein Paradies vertrieben worden, schrieb Schönberg. Das Paradies hat Simons unterhaltsam, mit Videos aus "Tom und Jerry" und Chaplins "Modern Times", inszeniert.

Termine der Lesereihe der : 4.2. Theater Oberhausen, 17.3. Theater Mülheim, 7.4. Schauspielhaus Bochum. Karten in den Schauspielhäusern.

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