Evangelische Kirche in Dorstfeld soll entwidmet werden

Bislang keine Nutzungs-Alternativen

Die evangelische Kirche an der Hochstraße wird entwidmet. Darüber wurde am Montag in einer Versammlung die Gemeinde informiert. Außerdem erfuhr sie, welche Konsequenzen das hat.

DORSTFELD

von Von Matthias vom Büchel

, 19.03.2013, 12:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Evangelische Kirche in Dorstfeld soll entwidmet werden

Die evangelische Kirche an der Hochstraße wird schon seit 2010 nicht mehr für regelmäßige Gottesdienste genutzt.

Eine solche Entwidmung bedeutet, dass in der Kirche zwar weiter Gottesdienste gefeiert werden, aber auch eine nicht kirchliche Nutzung möglich ist. Die Dorstfelder Kircher wird bereits seit 2010 nicht mehr regelmäßig für Gottesdienste genutzt. Hintergrund: 2006 hatten sich die damals fünf evangelischen Kirchengemeinden in Dorstfeld, Oespel, Kley und Marten zur Elias-Kirchengemeinde zusammengeschlossen. Die neue Gemeinde wollte die finanziellen Chancen, die der Zusammenschluss möglich machte, nutzen, um auch künftig handlungsfähig zu bleiben.Drei Kirchen zu teuer 

Schon damals wurde deutlich, dass sich die Gemeinde den Erhalt aller drei denkmalgeschützter Kirchen in Oespel Marten und Dorstfeld auf Dauer nicht würde leisten können. Deshalb hat die Gemeinde 2008 einen Diskussionsprozess über die Zukunft der Kirche begonnen. Eine Gemeindeversammlung, ein Zukunftsworkshop und eine bundesweite Fachtagung für Architektur und Kirche hatten sich mit der erweiterten Nutzung der Kirche beschäftigt. Verschiedene Verwendungsmöglichkeiten wie beispielsweise ein Orgelmuseum oder ein Kolumbarium, Gastronomie oder Medienzentrum standen auf der Vorschlagsliste. 2009 hat die Gemeinde dann eine Projektstudie in Auftrag gegeben, um konkrete Nutzungsalternativen zu entwickeln. Jedoch ist bislang keine in der Planung oder gar Verwirklichung.

"Gebäude wieder mit Leben füllen" Mit der Entwidmung will die Gemeinde einen weiteren Schritt nach vorn tun. Nach wie vor ist sie bemüht, im engen Kontakt mit Bürgern und Verantwortlichen eine neue Nutzung zu finden. "Sie soll", so Pfarrer Thomas Weckener, "nicht nur die Erhaltung sichern sondern auch das Gebäude wieder mit Leben füllen."

Schlagworte: