Evinger droht nach Handy-Betrug lange Haftstrafe

Landgericht

Zwei unterschiedliche Wege, um auf kriminelle Art und Weise an Handys anderer Leute zu gelangen, hat ein 25-jähriger Evinger zuletzt beschritten. Beide haben ihn vor Gericht gebracht. Doch die Folgen dort könnten verschiedener kaum sein.

EVING

31.03.2016, 15:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im September 2015 ist der junge Mann vom Amtsgericht zu sechs Monaten Haft verurteilt worden, weil er im Internet einen Handy-Tausch initiiert hatte. Sein „Geschäftspartner“ hatte ihm dann tatsächlich ein relativ neuwertiges Samsung-Smartphone zugeschickt. Der 25-Jährige blieb seine Gegenleistung natürlich schuldig. Strafrechtlich ist das ein Betrug. Bewährung bekam der Evinger nur deshalb nicht mehr, weil er schon häufiger mit dem Gesetz in Konflikt geraten war.

Er sitzt bereits im Gefängnis

Während dieser Fall am Donnerstag in der Berufung am Landgericht verhandelt wurde, hat die Staatsanwaltschaft bereits eine neue Anklageschrift verfasst. In zwei weiteren Fällen soll sich der 25-Jährige im November 2015 das Handy von Bekannten ergaunert haben. Diesmal allerdings zusammen mit einem Komplizen, der die Opfer verabredungsgemäß mit einem Messer bedrohte. Strafrechtlich ist das ein schwerer Raub. Die Mindeststrafe beträgt laut Gesetz fünf Jahre Haft. Die Fälle werden demnächst vor dem Landgericht verhandelt.

Angesichts der neuen Vorwürfe verzichtete die Berufungskammer am Donnerstag zumindest darauf, dass der Evinger auch noch die sechs Monate verbüßen muss. Ein echter Trost ist das aber nicht. Derzeit sitzt er nämlich bereits im Gefängnis. Eine inzwischen widerrufene Bewährungsstrafe von früher und eine Geldstrafe, er Mann nicht bezahlen konnte, wurden fällig.

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