Ex-NPD-Aktivist muss ins Gefängnis

Amtsgericht

Vor zwei Jahren kam er mit einer Bewährungsstrafe davon. Jetzt aber muss sich ein Ex-NPD-Aktivist aus Bochum endgültig auf einen Aufenthalt im Gefängnis einstellen. Das Amtsgericht hat den 21-Jährigen am Freitag zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

BOCHUM

11.10.2013 / Lesedauer: 2 min

Dass der Ex-NPDler in seinem letzten Wort beteuert hatte, er habe sich inzwischen von der rechten Szene distanziert, nahmen sie ihm nicht ab. Den Ermittlern waren unter anderem Dokumente in die Hände gefallen, auf denen der 21-Jährige rechtsradikalen Kameraden spöttisch Tipps gibt, wie man sich etwa vor Gericht verhalten muss: „Dumm stellen und sagen, was die hören wollen.“ Die Richter gehen außerdem davon aus, dass der 21-Jährige auch eine Droh-Mail an ein Mitglied aus der linken Szene verschickt hat. In das Urteil eingeflossen ist eine frühere Verurteilung zu 22 Monaten Haft auf Bewährung. 2011 hatte der Angeklagte eine Reihe von Feuer-Anschlägen verübt und dabei gefälschte Bekennerschreiben hinterlassen, die die Taten in die Nähe der Antifa-Szene rücken sollten.