Experte: Fracking auch ohne Gift eine Gefahr

Umstrittene Gasbohrungen

Fracking ohne giftige Chemikalien, die Krise mit Russland – für Energieexperten Werner Zittel beides kein Grund, in Deutschland auf unkonventionelles Erdgas zu setzen. Weder sei die Gefahr für die Umwelt gebannt noch führe Fracking zu mehr Unabhängigkeit von Gas-Importen, sagte Zittel im Gespräch mit unserer Redaktion.

NRW

von Von Michael Billig

, 09.04.2014, 11:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Energieexperte Werner Zittel.

Energieexperte Werner Zittel.

Dr. Werner Zittel ist von Haus aus Physiker und arbeitet für die Beratungsfirma Ludwig-Bölkow-Systemtechnik im oberbayrischen Ottobrunn. Außerdem ist er Vorstandsmitglied des Vereins ASPO Deutschland, der Association for the Study of Peak Oil and Gas. 

Dass der US-amerikanische Konzern Exxon Mobil nun in der Lage ist, ohne giftige Chemikalien zu fracken, ändert nichts an Zittels Einschätzung. „Diese Angaben sind nicht unabhängig geprüft“, kritisierte der Wissenschaftler der oberbayrischen Beratungsfirma Ludwig-Bölkow-Systemtechnik. Außerdem beschränkten sich die Auswirkungen von Fracking nicht darauf, dass Chemikalien in den Untergrund verpresst werden. „Wo intensiv gefrackt wird, entsteht eine Industrielandschaft mit hohem Verkehrsaufkommen.“

Dr. Werner Zittel ist von Haus aus Physiker und arbeitet für die Beratungsfirma Ludwig-Bölkow-Systemtechnik im oberbayrischen Ottobrunn. Außerdem ist er Vorstandsmitglied des Vereins ASPO Deutschland, der Association for the Study of Peak Oil and Gas. 

  Die Diskussion um die umstrittenen Gasbohrungen in NRW haben wir hier in einer interaktiven Zeitleiste dargestellt: