Expertenrunde für die optimale Tumortherapie

Evangelisches Krankenhaus

Operation, Bestrahlung, Chemotherapie – es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Krebserkrankung zu bekämpfen. Welche Behandlung für einzelne Patienten individuell die beste ist, entscheiden Wittener Ärzte jeden Donnerstagmittag in ihrer Tumorkonferenz. Die gibt es seit 14 Jahren.

INNENSTADT

von Von Beatrice Haddenhorst

, 23.08.2012, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Tumorkonferenz Wittener Ärzte tagte zum ersten Mal in ihren neuen Räumen im Ev. Krankenhaus Witten.

Die Tumorkonferenz Wittener Ärzte tagte zum ersten Mal in ihren neuen Räumen im Ev. Krankenhaus Witten.

Dr. Ulrich Weitkämper, Leiter der Geriatrie im EvK freut sich, künftig ebenfalls an den Tumorkonferenzen teilnehmen zu können: „Krebs ist schließlich eine Erkrankung, die häufig im Alter auftritt. Wir haben viele Patienten, bei denen wir den Rat der spezialisierten Kollegen brauchen. Es ist gut, verschiedene Meinungen zusammenzutragen und gegeneinander abzuwägen.“ Die Befunde von sechs bis zehn Patienten nimmt sich die Tumorkonferenz in jeder Sitzung vor, um das Für und Wider dieser oder jener Therapie zu erörtern. „Meist geht es um Patienten, deren Erkrankung gerade erst erkannt worden ist. Zur Diskussion stehen aber auch Patienten, bei denen eine Verschlechterung des Zustandes eingetreten ist und deren Therapie verändert werden sollte“, erläutert Dr Jacqueline Rauh, niedergelassene Onkologin aus der Praxisgemeinschaft Ardeystraße, wo die Tumorkonferenz bisher tagte.

Nicht nur Patienten aus den Krankenhäusern können darauf bauen, dass ihre Erkrankung von dem fachkundigen Gremium diskutiert wird. Auch niedergelassene Ärzte stellen Krankheitsverläufe ihrer Patienten dort regelmäßig vor. Dr. Rauh hofft, dass das auch nach dem Umzug ins EvK so bleiben wird. Falls ihnen die Zeit fehlt, die Tumorkonferenz zu besuchen, können sie auch per Videokonferenz daran teilnehmen. Dr. Stathis Philippou, Chefarzt der Pathologie im Bochumer Augusta-Krankenhaus, wird sich künftig jede Woche per Video zuschalten. Er kennt sich mit den vielen verschiedenen Arten von Tumorzellen aus und weiß, auf welche Therapien sie jeweils reagieren. Ein Pathologe, da sind sich die übrigen Ärzte aus der Tumorkonferenz einig, sei unverzichtbar bei der Suche nach der richtigen Krebsbehandlung.