Explosionsgefahr durch undichte Gasleitung in Kirchhörde

KIRCHHÖRDE Erich Zimmermann aus Kirchhörde muss einen guten Schutzengel haben. Denn nur knapp sind der Rentner und seine Familie am Donnerstag einem großen Unglück entgangen. Denn Gas war über eine undichte Leitung in sein Haus gedrungen.

von Von Nadja Schöler

, 15.01.2009, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit schwerem Gerät wurde der Gehweg augebohrt, um die undichte Stelle zu finden.

Mit schwerem Gerät wurde der Gehweg augebohrt, um die undichte Stelle zu finden.

Gas war über eine undichte Leitung in die Häuser gedrungen. Sofort wurde die Feuerwehr verständigt, die Straße auf Höhe der Hausnummern 278, 280 und 282 weiträumig gesperrt. „Wir haben im Rahmen der Winterüberwachung die Leitungen geprüft, weil die nach langem Frost manchmal Schaden nehmen. So hoch, wie die Gas-Konzentration in den Häusern war, hätten die Anwohner etwas riechen müssen“, erklärte Alwin Busse, Mitarbeiter der DEW21. Erich Zimmermann stand vor seinem Haus und beobachtete die Arbeiten¨– in der Luft lag ein stechender Gasgeruch. Als er um halb elf nach Hause kam, sah er das große Aufgebot an Feuerwehr und DEW-Fahrzeugen vor seiner Tür, die zwei große Löcher in den Asphalt bohrten. Wie viel Glück er und seine Familie, die in den beiden anderen Häusern wohnt, hatten, wurde ihm bald klar. „In meinem Haus standen Türen und Fenster offen, es war ein Mord-Tohuwabohu.“

Stefan Giese vom Gasnotdienst der DEW erklärte, wie wenig zu einer großen Katastrophe gefehlt hatte. „Wenn eine Zündquelle da gewesen wäre, dann wäre es richtig gefährlich geworden. Zu einer Explosion hätte es genügt, wenn jemand geklingelt oder im Keller das Licht eingeschaltet hätte.“ Deshalb war oberstes Ziel der eintreffenden Feuerwehr, die Gefahr zu bannen. „Wir konnten nicht einfach die Leitungen abschalten, der Druck war zu hoch“, so Thomas Osthoff, Pressesprecher der Dortmunder Feuerwehr. Das Gas strömte auch nach dem Abschalten noch nach, deshalb blies die Feuerwehr Frischluft von draußen in die betroffenen Keller.

„Das Gas, das aus der undichten Stelle entwichen ist, suchte sich einen Weg durchs Erdreich. Über Hohlräume gelangte es dann in die Keller“, so der Pressesprecher. Die Gaskonzentration war in den Häusern unterschiedlich hoch. Kleine Entlastungslöcher wurden in den Boden gebohrt, durch die das Gas kontrolliert nach oben entweichen konnte. Das Leck in der Leitung wurde gefunden und bis zum Nachmittag repariert. 

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