Extraschicht mit Uraufführung im Planetarium

Zwei neue Spielorte

BOCHUM Sieben Spielorte - so viel Extraschicht gab es in Bochum noch nie. Zum zehnjährigen Bestehen wird die Nacht der Industriekultur am 19. Juni noch spektakulärer, die Qual der Wahl noch größer.

von Von Ronny von Wangenheim

, 11.06.2010, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die ganze Kuppel des Planetariums wird von den Bildern ausgefüllt, die das nächtliche Ruhrgebiet zeigen.

Die ganze Kuppel des Planetariums wird von den Bildern ausgefüllt, die das nächtliche Ruhrgebiet zeigen.

Mit Planetarium und der One World Station im Bahnhof Dahlhausen sind zwei neue Spielorte dabei. Eine der fünf zentralen Drehscheiben ist wieder einmal die Jahrhunderthalle, die mitsamt dem Westpark viele zehntausend Menschen anziehen wird. Weil es auf den Busfahrten dorthin immer brechend voll war, hat die Bogestra diesmal den Takt sogar auf zehn Minuten verkürzt.

tempus.ruhr

200 Events zählt das Programm im ganzen Ruhrgebiet auf - unmöglich, alles in einer Nacht zu sehen. Das Planetarium führt bei seiner Extraschicht-Premiere gleich mehrere der Kulturstätten zusammen. Nicht ohne Stolz präsentierte Planetariums-Leiterin Susanne Hüttemeister am Freitag einen kleinen Einblick in die Welturaufführung der Show "tempus.ruhr". Nächtliche Reise Medienkünstler Rocco Helmchen, der zehn Monate für seinen Film nachts im Ruhrgebiet unterwegs war, schickt die Zuschauer auf eine dynamische nächtliche Reise durch die Region: Zeitrafferaufnahmen eröffnen ganz neue Perspektiven auf Industriekultur, Verkehr, Alltag und Kunst. Ein Porträt der Kulturhauptstadt, das in der Kuppel des Planetariums mit der modernen Technik besonders eindrucksvoll wirkt.

Sternenhimmel

"Ich hoffe, wir sind für alle Eventualitäten gewappnet", betonte Susanne Hüttemeister am Freitag. Immerhin ist ihr Planetarium eine der kleinsten Spielorte. Wenn es dunkel wird, soll draußen bei klarem Wetter der Sternenhimmel erklärt werden. Bei schlechtem Wetter, so Hüttemeister, kann wenigstens der illuminierte Turm des Bergbau-Museums bewundert werden. Wer will, bekommt auch den Weg erklärt. Schließlich liegen die beiden Extraschicht-Orte nur zehn Fußminuten auseinander.

Mehr über das Programm an den anderen Bochumer Spielorten lesen Sie in den kommenden Tagen in den Ruhr Nachrichten.