Fahrt mit dem Allradkipper über staubige Baustraßen

Halde Groppenbruch

Im Allradkipper vom Hochwasser-Rückhaltebecken Mengede zur Halde Groppenbruch. Redakteurin Beate Dönnewald hat den Trip gewagt und hatte Abenteuerlust und 25 Tonnen Erdaushub im Gepäck.

MENGEDE

von Von Beate Dönnewald

, 10.08.2011 / Lesedauer: 3 min
Fahrt mit dem Allradkipper über staubige Baustraßen

Heinz Reschkes Allradkipper wird gewogen, erst dann darf er auf die Halde.

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Unterwegs mit dem Allradkipper

Große Maschinen, viel Arbeit: Der Aushub des zukünftigen Hochwasser-Rückhaltebecken (HRB) wird unter anderem auf die Halde Groppenbruch gebracht. Wir waren dabei.
10.08.2011
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Mit Kraftfahrer Heinz Reschke und seinem Allradkipper ging es einmal zur Halde und zurück.© Foto: Beate Dönnewald
Die riesige Baggerschaufel hievt den Boden auf den Laster.
Auch im Außenspiegel kann man das Verladen des Bodens beobachten..
Sicherheitsposten regeln den Verkehr an den Baustraßen.© Foto: Beate Dönnewald
Blick vom LKW auf die Emscher.© Foto: Beate Dönnewald
Heinz Reschkes Allradkipper wird gewogen, erst dann darf er auf die Halde.© Foto: Beate Dönnewald
Hier wird das Gewicht kontrolliert und notiert.
Der Erdaushub wird auf der Halde abgeladen.© Foto: Beate Dönnewald
Auf der Halde treffen sich Allradkipper und Planierraupe.© Foto: Beate Dönnewald
Der Raupenmaschinist arbeitet den Erdaushub auf der Halde Groppenbruch ein.© Foto: Beate Dönnewald
Alles leer? Dann geht es zurück zur Baustelle.

Mit einer Sightseeing-Tour der besonderen Art beginnt mein Arbeitstag: Im Allradkipper geht es vom zukünftigen Hochwasser-Rückhaltebecken (HRB) Mengede an der Siegenstraße zur Halde Groppenbruch und wieder zurück. Meine Reiseleiter sind Waldemar Galla, Projektleiter der Emschergenossenschaft, und Kraftfahrer Heinz Reschke aus Wanne-Eickel, der seinen LKW sicher über den staubigen Asphalt lenkt. Links fließt die Emscher, rechts fressen sich riesige Baggerschaufeln in die braun-grauen Erdschichten. Erstes Ziel auf der zwei Kilometer langen Baustraße, der ehemaligen Achenbachtrasse, ist das "Becken D", das schon zu Zweidrittel ausgekoffert ist. Der LKW stoppt, der Motor verstummt, schaukelig bleibt es trotzdem. Denn in den nächsten drei bis fünf Minuten prasseln rund 25 Tonnen Bodenaushub auf ihn nieder.

Zeit für Fakten: 54 LKW und Trecker seien an diesem Morgen im Einsatz, berichtet Waldemar Galla. Mit unterschiedlichen Zielen: Je nach Bodenbeschaffenheit und Schadstoff-Konzentration geht es mit den Ladungen zu den Halden Groppenbruch (Deponie Nr. 1), Großes Holz (Bergkamen), Ellinghausen oder Gneisenau.Diese große logistische Herausforderung stemmen täglich aufs Neue fünf bis sechs Mitarbeiter der Emschergenossenschaft. Heinz Reschke weiß seit dem frühen Morgen, dass er heute nur die Halde Groppenbruch ansteuern wird. Zehn, 15 Minuten dauert eine einfache Fahrt, an guten Tagen schafft der 51-Jährige 15 Touren, sonst 13.

Das Hubsignal des Baggerführers ertönt, der Motor brummt, weiter geht‘s. An Regentagen wäre die nächste Station die Waschanlage. Heinz Reschke lenkt seinen Riesen daran vorbei. Denn heute ist es trocken, an den Reifen klebt kein Matsch. "Natürlich tragen auch die Baustraßen dazu bei, dass die Reifen relativ sauber sind, bevor die LKW die öffentlichen Straßen erreichen", betont Waldemar Galla. Zusätzlich würden bei Bedarf Kehrmaschinen eingesetzt. Der Allradkipper nähert sich der Siegenstraße. Bevor er sie queren darf, muss Heinz Reschke auf das Okay der Sicherheitsposten warten. "Der normale Verkehr hat Vorfahrt", berichtet der Projektleiter. Zusätzliche Ampeln Die Kelle zeigt nach oben, Heinz Reschke gibt Gas und nach ein paar hundert Meter nähern wir uns der Waltroper Straße.

Für alle HRB-Transporter ist dort nur Linksabbiegen erlaubt – damit der Ortskern vom LKW-Verkehr verschont bleibt. Eine zusätzlich aufgestellte Fußgängerampel soll für mehr Sicherheit sorgen. So wie es die Bezirksvertretung gefordert hat. Nach etwa vier Kilometern erreichen wir über die Königsheide die Halde. Reschkes LKW wird gewogen, das Gewicht notiert, dann darf abgeladen werden. Der Raupenmaschinist zeigt an, wo die Erde landen soll. Dann geht es zurück. Waldemar Galla lenkt den Blick noch rasch auf die Ampel an der Haldenausfahrt. Ein weitere Sicherheitsmaßnahme. Nach einer halbstündigen Fahrt klettere ich vom Bock und winke Heinz Reschke zum Abschied. Der zockelt mit seinem Allradkipper wieder Richtung "Becken D", weitere 25 Tonnen Erde abholen...

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