Falsch geparkter Pkw versperrte Gleise: 310 musste Zwischenstopp einlegen

WITTEN Sie konnte bimmeln ohne Ende – die schrille Warnung der Straßenbahn stieß am Donnerstagmittag auf taube Ohren. Gegen einen falsch parkenden Pkw kommt die rote Linie 310 nun mal nicht an. Vor allem, wenn der Fahrzeughalter unauffindbar ist.

von Von Anne-Kathrin Neumann

, 08.01.2009, 19:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auto falsch geparkt, Straßenbahn kommt nicht durch

Auto falsch geparkt, Straßenbahn kommt nicht durch

Für alle Fahrgäste, die Richtung Heven unterwegs waren, nahm die Reise ein vorläufiges Ende. „Einige haben etwas geschimpft, sind dann aber am Rathaus in den Bus umgestiegen“, berichtete Fahrerin Ulrike Wittentecher. Mit zwei Ersatzbussen konnte der fahrplanmäßige Verkehr wieder aufgenommen werden, wie Christoph Kollmann, Pressesprecher der Bogestra, erzählte: „Am Betriebshof in Witten haben wir die Linie 310 getrennt. Die Fahrgäste sind in beiden Richtungen in Busse umgestiegen.“

Seelenruhig saß währenddessen Ulrike Wittentecher auf ihrem Fahrersitz und beobachtete die neugierigen Passanten, welche den kleinen Stau genauer in Augenschein nahmen. „Mit so etwas muss man rechnen“, meinte sie ganz gelassen. Auch wenn sich der Beginn ihres Feierabends nun wohl etwas verzögert hat. Für die Angestellte der Bogestra war das falsch geparkte Auto zwar ein seltener, aber doch kein unbekannter Anblick. Kollmann: „Im gesamten Betriebsgebiet kommt so etwas einmal die Woche vor. Oft denken Fahrzeughalter nicht daran, dass Schienen auf der Straße sind und die Straßenbahn nicht ausweichen kann.“ Der Pkw-Besitzer muss nun das Verwarnungsgeld und die Abschleppgebühren bezahlen. Für die Linie 310 ging es nach dem Zwischenstopp bis zur Endstelle in Heven. Seit  Donnerstag sind die Schienen nämlich endlich eisfrei.