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Familienhelfer sind am Ende ihrer Kräfte

HOMBRUCH Sie bewahren Familien vor dem Untergang – jetzt kämpfen die Sozialarbeiter und Pädagogen des „contact“-Förderkreises der Erziehungsberatungsstelle in Hombruch um die eigene Existenz: Die „Haushaltskonsolidierung“ genannten Sparmaßnahmen der Stadt zwingen den Förderkreis dazu, der stetig steigenden Beratungsnachfrage hinterher zu hinken.

von Von Peter Bandermann

, 06.11.2007

Die Stadtteilkonferenz für Kinder und Jugendliche erfuhr am Montagabend, dass „contact e.V.“ nicht mehr in der Lage ist, die seit gut zehn Jahren klaffenden Lücken in den Finanzen zu stopfen. Und das hat, so der Förderkreis gestern, „weitreichende Konsequenzen“:

  • Entwicklungsauffällige Kinder mit gravierenden Lern- und Leistungsproblemen warten meist über ein halbes Jahr auf eine Fördertherapie.
  • Die Kontinuität einzelner Projekte ist gefährdet, u. a. weil Nachbarstädte die Honorarkräfte besser bezahlen und so das Hombrucher Expertenwissen abwandert. 
  • Vor allem Kinder aus zugewanderten Familien leiden, obwohl gerade sie in Schulstudien als besonders benachteiligt bezeichnet werden.

Die Familienfreundlichkeit der Stadt sei „eine Utopie“, kritisierte der Förderkreis der Beratungsstelle im Gespräch mit Jugendamt, Lehrern, Lokalpolitik und der Polizei. Mit der ausgedünnten Personaldecke könne das Ziel, Kindern und deren Familien schnell und wirksam zu helfen, nicht erreicht werden.

          Seit 1978 gibt es die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern im Stadtbezirk Hombruch. Der Förderkreis „contact“ wurde im Dezember 1996 als Forum für Familieninteressen und gesellschaftliches Engagement gegründet. Die Angebote: Säuglingssprechstunde, Schulprävention, Gewaltprävention, Heilpädagogik, Therapie etc.

Weitere Informationen: www.foerderkreis-contact.de