Fenster aufgebohrt: Gefängnis für Einbrecherbande

Gericht

Sie bohrten ein Loch durch den Fensterrahmen, schoben einen Spezialdraht hindurch und legten damit den Griff um. Nach einer Serie von Einbrüchen müssen drei Männer ins Gefängnis. Die Strafen: bis zu vier Jahre und elf Monaten Haft.

BOCHUM

22.12.2015, 13:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die drei Angeklagten hatten sich Anfang 2015 zu einer Bande zusammengeschlossen. Zwei der Männer waren extra aus Albanien angereist, der dritte lebte schon seit Jahren in Bochum. Ungewöhnlich: Er hatte einen guten Job und ein eigenes Einfamilienhaus. An manchen Monaten verdiente er als Schlosser bis zu 3500 Euro pro Monat.

Mehrfach auf Beutetour

Trotzdem ging er gleich mehrfach mit auf Beutetour. Die Angeklagten waren in Bochum, Witten, Wuppertal, Paderborn, Herne, Gelsenkirchen und Recklinghausen unterwegs. Dabei bohrten sie fast immer Fenster oder Terrassentüren auf. Angst oder Skrupel kannten sie offenbar nicht. Einmal durchwühlten sie sogar eine Schlafzimmerkommode während die Hausbewohner direkt daneben im Bett schliefen.

Im Prozess hatten alle drei Angeklagten umfassende Geständnisse abgelegt. Die Richter verhängten für die Haupttäter einmal vier Jahre und elf Monate Haft sowie einmal vier Jahre und sechs Monate. Nur der seit Jahren in Deutschland lebende Schlosser kam mit einer deutlich milderen Strafe davon. Gegen ihn verhängte die 6. Strafkammer des Bochumer Landgerichts zwei Jahre und elf Monate Haft.