Festivalabschluss mit Frittenbude

Bochum Total

Hip-Hop und Elektro links, Ska rechts von der Kortumstraße. Deutlicher als am Sonntag war die musikalische Bandbreite von Bochum Total selten zu spüren. Mehr als eine halbe Million Menschen besuchten das Festival. Auch am Sonntagabend war es voll - Frittenbude schickten Basswellen die Viktoriastraße hinunter.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 08.07.2012, 21:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

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Bochum Total 2012 - Vierter Tag

Nach drei Tagen Sonnenschein mussten die Festivalbesucher am Sonntag die Regenschirme rausholen. Immer wieder gab es kurze Schauer. Dazwischen aber viel Sonne. Und so war die Stimmung ausgelassen. Musik ist auch bei Regen schön.
08.07.2012
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Frittenbude bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Zu den Orsons wurde es ordentlich voll vor der großen Bühne an der Viktoriastraße.© Foto: Benedikt Reichel
Das Markenzeichen der Orsons ist die Umkehrung ungeschriebener Hip-Hop-Regeln in Verbindung mit viel Ironie, Fantasie und Sarkasmus. Im Gegensatz zum aktuellen „Deutschrap Prinzip“, benutzen die Orsons Attribute wie „süß“, „schön“, „lieb“ oder auch rosa Farben im Artwork, um gezielt zu provozieren.© Foto: Benedikt Reichel
Mitklatschen und Mitspringen ist erwünscht und wird gern gemacht.© Foto: Benedikt Reichel
Doctor Krapula spielten vor nur wenigen Zuhörern das Abschlusskonzert auf der Pottmob-Bühne.© Foto: Benedikt Reichel
Die Band Doctor Krapula kommt aus Kolumbien.© Foto: Benedikt Reichel
Die Band ist ein wichtiger Teil der südamerikanischen Musikszene.© Foto: Benedikt Reichel
Doctor Krapula bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Doctor Krapula bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Die Fans von Frittenbude stehen nicht nur auf ihre Musik, sondern teilen auch die politische Grundhaltung der drei Geisenhausener.© Foto: Tim Stobbe
Rapper Johannes Rögner ließ mit seinen Bandkollegen von Frittenbude die Massen ausflippen.© Foto: Tim Stobbe
Die Orsons ist eine deutsche Hip-Hop-Gruppe. Sie besteht aus den Rappern Tua, Kaas (Foto), Maeckes und Plan B.© Foto: Benedikt Reichel
Vor kurzem waren die Orsons schon mal in Bochum - als Vorgruppe für Herbert Grönemeyer bei seinem letzten Konzert im Stadion.© Foto: Benedikt Reichel
Die Orsons bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Die Fans gehen mit bei den Orsons.© Foto: Benedikt Reichel
Die Orsons haben ihre Fans in Bochum.© Foto: Benedikt Reichel
Kaas heißt mit bürgerlichem Namen Lukas Michalczyk.© Foto: Benedikt Reichel
Auf der Pottmob-Bühne sind unterdessen La Papa Verde zu Gast.© Foto: Benedikt Reichel
Die Bandmitglieder kommen aus Chile, Mexiko, Kolumbien, Deutschland.© Foto: Benedikt Reichel
La Papa Verde bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
La Papa Verde bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
An der Pottmob-Bühne war es aber deutlich leerer als vor der zweiten großen Stage.© Foto: Benedikt Reichel
La Papa Verde bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Schicke Gitarre - La Papa Verde.© Foto: Benedikt Reichel
Bei den Orsons wurde auf der Bühne getanzt und gesprungen.© Foto: Tim Stobbe
Die "Rapband der Liebe" - die Orsons.© Foto: Tim Stobbe
Ungewöhnliche Raptexte, extravagantes Auftreten: Rapper Kaas alias Lukas Michalczyk von den Orsons.© Foto: Tim Stobbe
Entzücken brach sich offenbar bei einigen Fans der Orsons bei deren Auftritt Bahn.© Foto: Tim Stobbe
Das mit den Fingern geformte O: Die Geste der Orsons-Fans.© Foto: Tim Stobbe
Mit dem Kontrabass, Synthesizer und Drums bereitet das Phantom Orchester die musikalische Grundlage für Nina "Fiva" Sonnenberg.© Foto: Tim Stobbe
Zierliche Frau - kraftvolle Raps: Nina Sonnenberg alias Fiva mit ihrem Phantom Orchester.© Foto: Tim Stobbe
Rap mit Tiefgang: Nina "Fiva" Sonnenberg.© Foto: Tim Stobbe
Ska vermengt mit Salsa, Cumbia und Samba. Die Musik von Six Nation als tanzbar zu beschreiben wäre eine schamlose Untertreibung. Hier mit Frontmann und Sänger Pachango.© Foto: Tim Stobbe
Seif Rengwe heizte mit seiner Trompete dem Publikum von Six Nation ein.© Foto: Tim Stobbe
Six Nation - Frontmann Pachango tanzte vor, das Publikum tanzte mit.© Foto: Tim Stobbe
Tanzen, hüpfen, abgehen: Feinsten Ska lieferte die Band Six Nation rund um Frontmann Pachango.© Foto: Tim Stobbe
Ratatouille waren mit Posaunen und Trompeten auf der Bühne.© Foto: Benedikt Reichel
Ratatouille bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Ratatouille bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Es war nur ein kurzer Schauer - aber bei Ratatouille schüttete es von oben.© Foto: Benedikt Reichel
Schön, wenn man sich unter einem Regenmantel verstecken kann.© Foto: Benedikt Reichel
Die Band versprach Sonnenschein und wenig später hörte es mit dem Regen auch auf.© Foto: Benedikt Reichel
Mächtig Geschiebe vor der Bühne bei Frittenbude.© Foto: Benedikt Reichel
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Dagegen wurde 100 Meter auf der Pottmob-Bühne eher gemächlich zu den Reggaetönen von La Papa Verde gewippt. Hier war auch deutlich weniger Andrang. Dennoch waren auch am Sonntag viele Menschen unterwegs. Die Polizei spricht später aber nur von 30.000 Besuchern. Im Vergleich zu den Vortagen eine erstaundlich kleine Zahl. Mit dem Samstag hat Bochum Total nach Polizeiangaben bereits die Besuchermarke von einer halben Million Menschen geknackt.

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Bochum Total 2012 - Vierter Tag

Nach drei Tagen Sonnenschein mussten die Festivalbesucher am Sonntag die Regenschirme rausholen. Immer wieder gab es kurze Schauer. Dazwischen aber viel Sonne. Und so war die Stimmung ausgelassen. Musik ist auch bei Regen schön.
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Frittenbude bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Zu den Orsons wurde es ordentlich voll vor der großen Bühne an der Viktoriastraße.© Foto: Benedikt Reichel
Das Markenzeichen der Orsons ist die Umkehrung ungeschriebener Hip-Hop-Regeln in Verbindung mit viel Ironie, Fantasie und Sarkasmus. Im Gegensatz zum aktuellen „Deutschrap Prinzip“, benutzen die Orsons Attribute wie „süß“, „schön“, „lieb“ oder auch rosa Farben im Artwork, um gezielt zu provozieren.© Foto: Benedikt Reichel
Mitklatschen und Mitspringen ist erwünscht und wird gern gemacht.© Foto: Benedikt Reichel
Doctor Krapula spielten vor nur wenigen Zuhörern das Abschlusskonzert auf der Pottmob-Bühne.© Foto: Benedikt Reichel
Die Band Doctor Krapula kommt aus Kolumbien.© Foto: Benedikt Reichel
Die Band ist ein wichtiger Teil der südamerikanischen Musikszene.© Foto: Benedikt Reichel
Doctor Krapula bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Doctor Krapula bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Die Fans von Frittenbude stehen nicht nur auf ihre Musik, sondern teilen auch die politische Grundhaltung der drei Geisenhausener.© Foto: Tim Stobbe
Rapper Johannes Rögner ließ mit seinen Bandkollegen von Frittenbude die Massen ausflippen.© Foto: Tim Stobbe
Die Orsons ist eine deutsche Hip-Hop-Gruppe. Sie besteht aus den Rappern Tua, Kaas (Foto), Maeckes und Plan B.© Foto: Benedikt Reichel
Vor kurzem waren die Orsons schon mal in Bochum - als Vorgruppe für Herbert Grönemeyer bei seinem letzten Konzert im Stadion.© Foto: Benedikt Reichel
Die Orsons bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Die Fans gehen mit bei den Orsons.© Foto: Benedikt Reichel
Die Orsons haben ihre Fans in Bochum.© Foto: Benedikt Reichel
Kaas heißt mit bürgerlichem Namen Lukas Michalczyk.© Foto: Benedikt Reichel
Auf der Pottmob-Bühne sind unterdessen La Papa Verde zu Gast.© Foto: Benedikt Reichel
Die Bandmitglieder kommen aus Chile, Mexiko, Kolumbien, Deutschland.© Foto: Benedikt Reichel
La Papa Verde bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
La Papa Verde bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
An der Pottmob-Bühne war es aber deutlich leerer als vor der zweiten großen Stage.© Foto: Benedikt Reichel
La Papa Verde bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Schicke Gitarre - La Papa Verde.© Foto: Benedikt Reichel
Bei den Orsons wurde auf der Bühne getanzt und gesprungen.© Foto: Tim Stobbe
Die "Rapband der Liebe" - die Orsons.© Foto: Tim Stobbe
Ungewöhnliche Raptexte, extravagantes Auftreten: Rapper Kaas alias Lukas Michalczyk von den Orsons.© Foto: Tim Stobbe
Entzücken brach sich offenbar bei einigen Fans der Orsons bei deren Auftritt Bahn.© Foto: Tim Stobbe
Das mit den Fingern geformte O: Die Geste der Orsons-Fans.© Foto: Tim Stobbe
Mit dem Kontrabass, Synthesizer und Drums bereitet das Phantom Orchester die musikalische Grundlage für Nina "Fiva" Sonnenberg.© Foto: Tim Stobbe
Zierliche Frau - kraftvolle Raps: Nina Sonnenberg alias Fiva mit ihrem Phantom Orchester.© Foto: Tim Stobbe
Rap mit Tiefgang: Nina "Fiva" Sonnenberg.© Foto: Tim Stobbe
Ska vermengt mit Salsa, Cumbia und Samba. Die Musik von Six Nation als tanzbar zu beschreiben wäre eine schamlose Untertreibung. Hier mit Frontmann und Sänger Pachango.© Foto: Tim Stobbe
Seif Rengwe heizte mit seiner Trompete dem Publikum von Six Nation ein.© Foto: Tim Stobbe
Six Nation - Frontmann Pachango tanzte vor, das Publikum tanzte mit.© Foto: Tim Stobbe
Tanzen, hüpfen, abgehen: Feinsten Ska lieferte die Band Six Nation rund um Frontmann Pachango.© Foto: Tim Stobbe
Ratatouille waren mit Posaunen und Trompeten auf der Bühne.© Foto: Benedikt Reichel
Ratatouille bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Ratatouille bei Bochum Total 2012.© Foto: Benedikt Reichel
Es war nur ein kurzer Schauer - aber bei Ratatouille schüttete es von oben.© Foto: Benedikt Reichel
Schön, wenn man sich unter einem Regenmantel verstecken kann.© Foto: Benedikt Reichel
Die Band versprach Sonnenschein und wenig später hörte es mit dem Regen auch auf.© Foto: Benedikt Reichel
Mächtig Geschiebe vor der Bühne bei Frittenbude.© Foto: Benedikt Reichel
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Bei dem Wetter wundert das nicht. „Die Prognose war: vier Tage Usselwetter“, sagt Festivalsprecher Björn Büttner. Er lacht. „Wir hatten drei Tage Sonnenschein und am vierten Tag ein paar Schauer.“ Da können die Organisatoren nur strahlen. „Für eine Band ist es natürlich schöner, nicht bei Regen spielen zu müssen, fürs Publikum mindestens genauso“, so Büttner.

Dabei hätten die Fans von Frittenbude am Abend durchaus eine kleine Abkühlung gebrauchen können. Dicht gedrängt standen sie vor der Bühne. Die Masse wankte von links nach rechts und zurück. Die Securities hatten viel zu tun, um Menschen aus dem Pulk zu ziehen. Frittenbude gaben unterdessen auf der Bühne Vollgas – und das Publikum ging mit. Gleichzeitig werden sie politisch und fordern die Fans auf, am 1. September den Nazi-Aufmarsch in der Nachbarstadt Dortmund zu verhindern.Fast völlig unbeachtet gaben zeitgleich Doctor Krápula, einer Rockband aus Kolumbien das Abschlusskonzert auf der zweiten Bühne am Südring. Nur wenige waren gekommen. Zu Unrecht. Die etwas schräge Band macht gute Musik, die Spaß verbreitet. „Wir bilden die komplette Bandbreite an Musik ab“, sagt Festivalsprecher Björn Büttner. Deswegen sei Bochum Total generationsübergreifend attraktiv.

Die Einsatzkräfte sprechen unterdessen von einem ruhigen Festivalverlauf, ruhiger als in den Vorjahren. „Nicht was die Stimmung angeht, aber die Streitigkeiten“, betont Polizeisprecher Volker Schütte. Die Sanitäter waren bis Sonntag circa 80 Mal im Einsatz. Meist waren Kreislaufprobleme oder übermäßiger Alkoholkonsum die Ursache. 34 Menschen kamen ins Krankenhaus. Die Polizei meldet 14 Schlägereien. Knapp 100 Menschen schickten die Beamten vom Festivalgelände, weil sie sich nicht entsprechend benehmen konnten. Es gab einige Festnahmen.