Festtage mit populären Klassikern

Von Karlsruhe bis Hamburg, von Dessau bis Düsseldorf - Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel" gehört zu den Weihnachtsklassikern an deutschen Bühnen.

Berlin (dpa)

20.12.2016, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Hänsel und Gretel" an der Deutschen Oper Berlin. Foto: Deutsche Oper Berlin/Bettina Stöß

"Hänsel und Gretel" an der Deutschen Oper Berlin. Foto: Deutsche Oper Berlin/Bettina Stöß

Die Zauberflöte", "Hänsel und Gretel", "Die Fledermaus" - beliebte Klassiker bestimmen zwischen Weihnachten und Silvester das Programm der deutschen Opernbühnen.

Dabei kommt vor allem an Engelbert Humperdincks mehr als 120 Jahre altem Werk "Hänsel und Gretel" kaum ein Haus vorbei - kein Wunder, denn die Oper nach dem Grimm'schen Märchen ist auch etwas für Kinder. Über die Weihnachtstage wird sie an der Deutschen Oper Berlin ebenso gespielt wie an der Bayerischen Staatsoper in München, der Staatsoper Hamburg, der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg und der Semperoper in Dresden. Auch an der Staatsoper in Hannover, am Theater in Meiningen, dem Nationaltheater Mannheim, dem Anhaltischen Theater Dessau sowie an den Bühnen in Bremen, Köln, Wiesbaden, Karlsruhe und Nürnberg steht sie auf dem Programm.

Kaum weniger beliebt ist Giacomo Puccinis Oper "La Bohème". Die vor 120 Jahren in Turin uraufgeführte, herzzerreißende Geschichte um die Liebenden Mimi und Rodolfo steht unter anderem in Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Wiesbaden und Mainz auf dem Spielplan. In Berlin haben Opernfreunde sogar die Auswahl unter zwei Inszenierungen: Die Staatsoper im Schiller Theater zeigt das Werk in der Regie der Australierin Lindy Hume, an der Deutschen Oper läuft die fast 30 Jahre alte Inszenierung von Götz Friedrich.

Mozarts Oper "Die Zauberflöte" gehört zu den meistgespielten Stücken an deutschen Bühnen und darf auch im Weihnachtsrepertoire nicht fehlen. Die Geschichte vom Prinzen Tamino und seiner Pamina, uraufgeführt 1791 in Wien, ist unter anderem in München, Frankfurt, Düsseldorf, Dresden, Bremen, Wiesbaden und zweimal in Berlin zu sehen - an der Staatsoper sowie an der Komischen Oper, die die Kultinszenierung von der britischen Theatergruppe "1927" und Barrie Kosky zeigt.

Das Hamburg Ballett eröffnet die Weihnachtszeit am 23. Dezember mit John Neumeiers "Weihnachtsoratorium I-VI". Zu Musik von Johann Sebastian Bach zeigt der Choreograf die biblische Weihnachtsgeschichte als Hoffnung spendendes Ereignis in einer dunklen Zeit. Ab 29. Dezember kommt dann in Hamburg Neumeiers Choreografie "Der Nussknacker" nach der Musik von Peter Tschaikowski auf die Bühne.

Zu den populärsten Silvesterklassikern gehört die Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauß, 1874 in Wien uraufgeführt. Sie begleitet den Jahresausklang unter anderem an der Bayerischen Staatsoper (dirigiert von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko), der Semperoper in Dresden, am Nationaltheater Mannheim und am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden. An der Deutschen Oper in Berlin feiert man dem neuen Jahr mit Rossinis "Barbier von Sevilla" entgegen, die Komische Oper zeigt ihre turbulente Operetten-Neuproduktion "Die Perlen der Cleopatra" mit Dagmar Manzel.