Feuer, Kunst und Abschied

LÜTGENDORTMUND Das Jahr 2007, es begann im wahrstem Sinne des Wortes feurig für den Bezirk Lütgendortmund und das war kein Grund zur Freude.

von Von Matthias vom Büchel

, 06.01.2008, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unbekannte hatten Mitte Januar Feuer in der Lern- und Spielstube Grevendicks Feld gelegt. Ohne Sinn und Verstand wüteten sie in den Räumen. Monatelang mussten die Kinder im Jugendheim der evangelischen Christus-Gemeinde untergebracht werden, bis sie in ihre Räume zurück konnten. Apropos Christusgemeinde: So heißt seit dem 1. Juni 2007 die evangelische Großgemeinde von Bövinghausen und Lütgendortmund. Immerhin: Beide Gemeinden und alle Gotteshäuser blieben den Gläubigen erstmal erhalten. Wie gern hätten die Martener in der Kesselborn-Siedlung eine solche Nachricht bekommen.

Aus für den Turm

Doch Ende März verkündeten die Verantwortlichen das Aus. Seit Dezember ist die Stephanus-Gemeinde Geschichte, das Gemeindehaus wird abgerissen.

Nicht abgerissen aber einen gigantischen Umbau gestartet hat 2007 auch das Möbelhaus Ikea in Oespel. Unter anderem hat der schwedische Möbelriese die Fläche seines beliebten Restaurants verdoppelt.

Das erste Jubiläum des Jahres feierten die Lütgen-dortmunder Vereine. Zum 25. Mal baten sie zur gemeinsamen Feier für den guten Zweck. Moderiert wurde das Fest wie immer von Reinhard Sack, der dann im Juli einen besonderen Tag feierte. Denn der beliebte Bierbrummer und Chef der IG Lütgendortmunder Vereine wurde 60 Jahre alt.

Einer seiner ältesten Freunde konnte bereits nicht mehr dabei sein: Christopher Stone. Einen Monat später mussten die Ruhr Nachrichten dann die traurige Nachricht verkünden: Der beliebte Entertainer aus Lütgendortmund hatte mit nur 58 Jahren den Kampf gegen den Krebs verloren, was für große Bestürzung in Lütgendortmund sorgte.

Regen und Feuer

Der Sommer im Bezirk Lütgendortmund hatte auch einmal mehr seine besonders feuchten Tage. Und die bekommen der Kanalisation weniger gut. Diesmal floss der Regen am 14. Juni in Strömen. Das Ergebnis: Wie schon 2006 wurden wieder zahlreiche Keller geflutet.

Ein ganz anderes Problem hatte Anfang September das Krankenhaus Lütgendortmund. Dort brach mitten in der Nacht ein Großbrand aus, der Teile der Klinik zerstörte. Doch ein aufmerksames Team und ein ausgeklügelter Brandschutzplan verhinderten Schlimmeres: 250 Patienten erlebten zwar eine turbulente Nacht, aber verletzt wurde niemand.

Und was passierte noch im Bezirk? Die Martener feierten im Mai ein Fest für Neubürger, das auch bei den Alteingesessenen gut ankam. Die Bövinghauser erhielten gute Nachrichten, denn endlich soll nun ihr Volksgarten saniert werden. Die Oespeler bekamen sogar ihre eigene Fahne, die sie stolz bei ihrem Schützenfest präsentierten.

Und für die Lütgendortmunder gab es Kunst vom Feinsten. Schüler schufen eine Skulptur, die den Park der Generationen verschönert.

Und Abschied nehmen mussten die Lütgendortmunder: Von einem Mann, der in den vergangenen Jahrzehnten wohl die meisten Neubürger Lütgendortmunds als Erster begrüßt hat: Dr. Hans-Georg Rosenboom, der im Krankenhaus Lütgendortmund unzähligen Babys auf die Welt verhalf, verabschiedete sich 2007 in den wohlverdienten Ruhestand.