Feuerwehr Bochum "rettet" eigenen Kameraden

BOCHUM Die Feuerwehr Bochum nutzt die kalte Witterung, um die Rettung von Personen zu trainieren. Am Freitag rückte sie aus zur Jahrhunderthalle.

von Von Thomas Aschwer

, 02.01.2009, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der ins Eis »eingebrochene« Feuerwehrmann Martin Achilles wurde mit dem Schlauchboot gerettet.

Der ins Eis »eingebrochene« Feuerwehrmann Martin Achilles wurde mit dem Schlauchboot gerettet.

Hier erlebte Martin Achilles eine Premiere. Der 28-Jährige ist seit April vergangenen Jahres fertig ausgebildeter Feuerwehrmann.  Bei der  Rettungsübung musste er eine ins Eis eingebrochene Person simulieren. "Es lässt sich aushalten", gab Achilles später tapfer zu Protokoll. Und doch: Trotz des wasserdichten und besonders isolierten Spezialanzuges habe er an einigen Stellen die Kälte spüren können. Zudem sei es sehr beengt.

Nach gut eine Stunde hatten Achilles und seine Kameraden von der Feuerwache 2 alles überstanden. Die Übung unter sehr realistischen Bedingungen war beendet. Seit gut einer Woche steht das Thema ganz oben auf der Tagesordnung. Zwar ist in diesem Winter noch keine Person in Bochum eingebrochen, doch die Feuerwehr will für alle Fälle gerüstet sein. Wie Einsatzleiter Simon Heußen berichtet, geht es darum, alle Techniken zu beherrschen. Also die Rettung mit der Leiter (ist auf jedem Löschfahrzeug vorhanden), aber auch mit dem Schlauchboot (gehört nur zur Ausstattung der Rüstwagen).Feuerwehr warnt

Damit die Übung so realistisch wie möglich absolviert werden konnte, packte die Feuerwehr die Kettensäge aus - und erlebte gleich eine Überraschung. Obwohl es seit Tagen friert, war die Eisschicht auf dem stehende Gewässer an der Jahrhunderthalle gerade einmal zehn Zentimeter dick. Deshalb rät sie dringend davor ab, die Eisflächen zu betreten. Sonst wird aus der Übung schnell der Ernstfall.