Feuerwehr Deusen ist in jeder Position einsetzbar

DEUSEN Ein bisschen klingt es wie ein Märchen, aber es ist die volle Wahrheit: Der Löschzug 29 wurde 1960 als "Fegerwehr" gegründet. Denn alle, die damals das Schornsteinfegerhandwerk ausübten, mussten Mitglied einer Feuerwehr sein.

von Von Beate Dönnewald

, 23.07.2008 / Lesedauer: 2 min

Längst ist aus der Fegerwehr aber eine richtige und engagierte Feuerwehr geworden. "Mit Kameraden, die wirklich Interesse an diesem Ehrenamt haben", betont Buch. Ob Arzt oder Justizvollzugsbeamter, ob Krankenpfleger oder Student - viele Berufe sind im Löschzug 29 vertreten. "Doch bei uns gibt es keine Standesdünkel. Auch der Dienstgrad zählt nicht, sondern nur der einzelne Kamerad", versichert Arnd Buch.

Längst ist aus der Fegerwehr aber eine richtige und engagierte Feuerwehr geworden. "Mit Kameraden, die wirklich Interesse an diesem Ehrenamt haben", betont Buch. Ob Arzt oder Justizvollzugsbeamter, ob Krankenpfleger oder Student - viele Berufe sind im Löschzug 29 vertreten. "Doch bei uns gibt es keine Standesdünkel. Auch der Dienstgrad zählt nicht, sondern nur der einzelne Kamerad", versichert Arnd Buch.

Aufgrund seiner Lage zählt Deusen zu den alarmierungsreichsten Löschzügen im Stadtgebiet, denn zum Einsatzgebiet gehören die Innenstadt und der Hafen. "Da wir der Hauptwache zugeordnet sind, haben wir durch unseren günstigen Standort eine so genannte Zangenbildung und können schnell alle Bereiche abdecken", erklärt Arnd Buch. Für die vielfältigen Einsätze sind die Deusener Kameraden gut ausgebildet - dafür nimmt schon die Jugend an regelmäßigen Fortbildungen teil. "Damit sind wir in jeder Position einsetzbar", erklärt Oberbrandmeister Nils Wilhelm, ebenfalls stellvertretender Löschzugleiter. Wohl kein Beruf, so Wilhelm, umfasse so viele verschiedene Themenbereiche wie der des Feuerwehrmannes. "Jeder ist für den anderen da, nur das garantiert unser Überleben", ergänzt Arnd Buch.

Raue Schale, weicher Kern - dieser Spruch trifft auch auf die Feuerwehrmänner zu, die mit viel Leid und Elend konfrontiert werden. "Denn alle Kameraden bleiben hinter der harten Schale Menschen", weiß Arnd Buch - Nils Wihelm gibt ein persönliches Beispiel: Ein Jahr, nachdem er einem sterbenden Kind die Hand gehalten habe, sei er beim Skifahren zusammengebrochen.

Doch nicht nur ergreifende, auch kritische Worte fallen: Arnd Buch bemängelt, dass nicht alle Arbeitgeber Verständnis für die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr hätten und ihre Mitarbeiter im Ernstfall nicht ziehen lassen würden: "Sie nutzen ihre Machtstellung brutal aus, ohne daran zu denken, dass auch ihr Haus mal brennen kann."

  

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