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Feuerwehrmann legte Brände, um Feuer zu löschen

Fünf Brandstiftungen

Fünf Brände zündete ein Wittener Feuerwehrmann im April und Mai - viermal in und an einem Mehrfamilienhaus an der Albrecht-Dürer-Straße, einmal im Keller eines Hauses am Bommerfelder Ring. Das Motiv des Täters: Er wollte die Feuer löschen.

BOMMERN

von Von Irene Steiner

, 17.05.2011

Der Brandstifter entzündete im Zeitraum zwischen dem 14. April und dem 6. Mai  abgelegte Gegenstände, z.B. einen Kunststoffteppich, eine Altpapiertonne sowie Stoffreste. Bedingt durch die installierten Rauchmelder wurden die Brände von den Hausbewohnern jeweils schnell entdeckt, wodurch Schlimmeres verhindert werden konnte. Das Bochumer Brandkommissariat hatte die Ermittlungen aufgenommen. Sie kam dem 30-jährigen Wittener auf die Spur. Der Mann hat die fünf Brandstiftungen mittlerweile gestanden. Einmal hat er einen Brand aus einer Telefonzelle selbst gemeldet, teilweise war er bei den Löscharbeiten dabei.

Der Täter war seit einem Jahr Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Bommern und war trotz eingehender Überprüfung in die Feuerwehr aufgenommen worden: „Seit gut einem Jahr muss jeder Bewerber ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen“, sagte der stellvertretende Leiter der Wittener Feuerwehr Jürgen Strom. Die Eingangs-Checks seien schärfer geworden. Denn auszuschließen sei es nie, dass jemand zur Feuerwehr gehe und selbst Brände lege, um als Helfer groß herauszukommen. „Aber es ist extrem selten. Das ist nicht einmal einer von 1000, der so etwas macht“, so Strom. Aber ausschließen könne man das nie – man könne den Leuten nur vor den Kopf gucken.

Dem Brandstifter aus Bommern hatte man nicht nur vor den Kopf geguckt. Auch er hatte ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt: „Der Mann war vorher noch nie auffällig geworden“, so Strom. Insgesamt sind bei der Wittener Feuerwehr in den Zügen der Freiwilligen Feuerwehr 345 Feuerwehrleute im aktiven Dienst, bei der Berufsfeuerwehr arbeiten 85 Mann. Die Jugendfeuerwehr umfasst weitere 100 Kräfte.