Feurige Erlebnisnacht fand speziell für Mädchen statt

Bildungsstätte "JaM"

Eine Erlebnisnacht mit Workshops speziell für Mädchen fand in der PSG Gender Bildungsstätte "JaM" statt. Die Mädchen probierten vor allem Aktionen aus, die sie zuvor noch nie gemacht haben. Dabei spielten sie buchstäblich mit dem Feuer.

MENGEDE

von Von Katrin Kandula

, 20.03.2012, 15:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Monique (14) nimmt etwas Wasser in den Mund und sprüht eine Fontäne über die Wiese. Groß sein soll sie und weit nach vorne reichen, nicht nach oben. Ein paar Mal versucht Monique es. Dann macht sie das Gleiche mit Mehl. Wozu das Ganze?

Die Antwort ist ganz einfach: Sie will lernen, Feuer zu spucken. Doch das ist nicht so einfach, wie es aussieht. Aber es gibt wertvolle Tipps, die Monique und ihren Freundinnen weiterhelfen. Der Feuerspuck-Workshop ist nur eine von mehreren Aktionen, an denen 12- bis 15-jährige Mädchen in der PSG Gender Bildungsstätte „JaM“ teilnahmen. Speziell für diese Zielgruppe fand dort zum ersten Mal eine Erlebnisnacht statt. „Wir haben festgestellt, dass sich die Jungen aktiver an den Angeboten der vergangenen Erlebnisnächte beteiligten, daher wollten wir extra einen Abend für Mädchen anbieten. Außerdem wünschten sie sich dies selbst“, erklärte Kristina Schmidt von der Gender Bildungsstätte. Also ließen sich die Organisatoren ein Programm einfallen, das viele Möglichkeiten des Ausprobierens für die weiblichen Besucher schaffte.

 Das Feuerspucken bildete den aufregendsten Teil der vielseitigen Nacht. „Besonders für Mädchen ist der Umgang mit dem Element Feuer eine Erfahrung, durch die sie Persönlichkeit und Selbstvertrauen erlangen, indem sie etwas lernen, was die Jungs vielleicht nicht beherrschen“, meint Nicole Voß vom Verein Feuerpädagogik.Sie gab den Jugendlichen Sicherheitshinweise und ging mit ihnen die verschiedenen Schritte durch, damit später jede Teilnehmerin Feuer spucken konnte. Dabei wurde viel gelacht.  Ob die Mädchen Angst vor dem Feuer haben? „Nein, es ist doch cool, etwas auszuprobieren, das man noch nie gemacht hat“, finden Monique und Annalena (14).  

 Auch in den anderen Workshops konnten sich die Mädchen erproben, etwa bei dem Brennen von Glasperlen. Mit Gasbrenner, Zange und bunten Glasstäben formten sie individuellen Schmuck. Beim Schminken und Verkleiden schlüpften sie in verschiedenste Rollen und beim Bauchtanz bewegten sie sich rhythmisch.  Dabei sahen alle Mädchen einen klaren Vorteil des eigens für sie veranstalteten Abends: „Die Jungs können uns heute nicht zugucken.“ Ungestört und voller Tatendrang widmeten sie sich den Aktivitäten.