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Fever

Deon Meyer

Ein unheilbares Fieber hat 95 Prozent der Weltbevölkerung ausgelöscht. Der 13-jährige Nicolas ist mit seinem Vater Willem im menschenleeren Südafrika unterwegs. Deon Meyer erzählt in „ Fever“, wie die Menschen versuchen, zu überleben.

10.10.2017 / Lesedauer: 2 min

Deon Meyer ist nicht nur ein großartig erzählter Roman gelungen. Er bringt den Leser auch dazu, zu überlegen, was er selbst tun würde, wenn er eine solche Pandemie überlebt hätte.

Wenn nahestehende Menschen am Fieber gestorben sind, wenn streunende Hunde zur tödlichen Gefahr, Plünderung und Diebstahl Alltag werden. Meyer versteht es, nicht nur spannend, sondern auch einfühlsam zu erzählen. Er schlüpft in Nicolas‘ Rolle, der seine Geschichte und die seines Vaters Jahrzehnte später aufschreibt, „damit alle davon erfahren“.

Im Jahr des Hundes

Alles beginnt im „Jahr des Hundes“. Die Menschen, denen Vater und Sohn begegnen – die geliebte Mutter ist dem Fieber zum Opfer gefallen –, sind nicht alle auf einen friedlichen Neubeginn aus. So treffen die beiden auf zwei brutale Männer, die eine Frau in ihrer Gewalt haben. Willem und Nicolas gelingt es, die Frau zu befreien.

Auf ihrem Weg in ein neues Leben schließt sich ihnen auch eine Frau an, die 16 kleine Kinder in verschiedenen Orten gerettet hat. Zusammen mit anderen Überlebenden gründen sie eine neue Stadt und nennen sie „Amanzi“, in der Sprache der Zulu das Wort für Wasser.

Man versucht, demokratische Regelungen zu treffen. Dann kommt der erste Winter, die Vorräte gehen zur Neige, die wenigen Nutztiere werden von hungrigen Wildhunden bedroht.

Die erste Herausforderung für die bunt zusammengewürfelte Gemeinschaft. Wenn der Mensch ganz neu anfangen und lernen muss, Kompromisse für das Überleben einzugehen, zeigt er sein wahres Ich. Das beweist dieser fantastische Roman.

Deon Meyer: Fever, 700 S., Rütten & Loening, 19,99 Euro, ISBN 978-3-352-00902-0.