Film über den Wandel des FKT-Geländes

Filmisches Denkmal

Onno Dirker dreht einen Film über den Wandel des Geländes des Freie Kunst Territoriums (FKT) an der an der Bessemerstraße und schafft damit ein filmisches Denkmal. Denn das Gelände ist bereits verkauft.

BOCHUM

, 01.08.2014, 05:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Freitag, 1. August, gibt es um 19 Uhr ein Künstlergespräch mit Onno Dirker auf dem Gelände des FKT, Bessemerstraße 30 (Zugang über die VHS). Dort zeigt er auch den erarbeiteten Film. Sein Projekt Außenbahn läuft noch bis zum 29. August. Dann endet es mit einer Schlussperformance im Künstlerhaus Dortmund. Die Ausstellung auf Haus Kemnade ist täglich (außer montags) von 12 bis 18 Uhr zu besichtigen.
L Das FKT möchte kein Abschiedsfest feiern. Trotzdem wird es am 23. und 24. August ein großes Kunst-Wochenende auf dem Gelände geben.

Gänzlich unbeabsichtigt setzt Dirker mit seiner Arbeit dem FKT auch ein filmisches Denkmal. Denn das Gelände ist verkauft. Ende August heißt es für die Künstler Abschied nehmen – jedenfalls aus dem kleineren der derzeit zwei genutzten Gebäude. „Das Bäderhaus müssen wir Ende des Monats besenrein übergeben“, sagt Uwe Siemens. Im großen Gebäude können die Künstler noch bis zum Jahresende bleiben. Eine Perspektive darüber hinaus gibt es nicht. Eine lähmende Situation. „Die Energie bei allen Beteiligten schwindet gerade“, sagt Siemens. Denn das FKT war für die Künstler nicht nur Ausstellungsort, sondern hier haben sie auch gearbeitet und Kurse veranstaltet. Dass sie nicht längerfristig planen können, lässt auch Sorgen über die finanzielle Zukunft aufkommen. Dennoch gibt sich Uwe Siemens optimistisch: „Mit dem Auszug wird die Idee des FKT nicht enden“, sagt er. Derzeit führen die Künstler mit der Stadt Gespräche über zukünftige Wirkungsstätten. Das Gebäude am Colosseum, das zwischenzeitlich im Gespräch war, ist allerdings aus dem Rennen: „Da ist die Decke eingestürzt. Das Gebäude darf nicht betreten werden.“

Ungewiss ist auch, ob die seitens der Stadt vorgeschlagene Alu-Fabrik an der Robertstraße infrage käme: „Wir wissen immer noch nicht, ob dort der Boden belastet ist. Das muss aber im Vorfeld geklärt werden“, sagt Siemens. Nun wollen er und die anderen FKT-Künstler einen „Weg finden, wie man konstruktiv mit der Stadt zusammenarbeiten kann“. Am liebsten würden die Künstler im Westend bleiben: „Aber wir sehen, dass es hier keine geeigneten Orte gibt.“

Am Freitag, 1. August, gibt es um 19 Uhr ein Künstlergespräch mit Onno Dirker auf dem Gelände des FKT, Bessemerstraße 30 (Zugang über die VHS). Dort zeigt er auch den erarbeiteten Film. Sein Projekt Außenbahn läuft noch bis zum 29. August. Dann endet es mit einer Schlussperformance im Künstlerhaus Dortmund. Die Ausstellung auf Haus Kemnade ist täglich (außer montags) von 12 bis 18 Uhr zu besichtigen.
L Das FKT möchte kein Abschiedsfest feiern. Trotzdem wird es am 23. und 24. August ein großes Kunst-Wochenende auf dem Gelände geben.

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