Finanzamt macht sattes Plus

WITTEN Wäre das Finanzamt ein Wirtschaftsunternehmen könnte sich der Chef die Hände reiben: Für 2007 ist ein sattes Einnahmeplus von 18,3 Prozent zu verzeichnen.

von Von Beatrice Haddenhorst

, 13.02.2008, 19:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 510 Millionen Euro hat das Wittener Finanzamt im letzten Jahr an Steuern kassiert, 80 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Sieben Prozent mehr Einnahmen bei der Lohnsteuer sind für Strecke deutlicher Indikator für eine Stabilisierung und Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Rund 510 Millionen Euro hat das Wittener Finanzamt im letzten Jahr an Steuern kassiert, 80 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Sieben Prozent mehr Einnahmen bei der Lohnsteuer sind für Strecke deutlicher Indikator für eine Stabilisierung und Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Mehrwertsteuererhöhung sorgt für Umsatzsteuerplus

Das erstaunliche Plus bei der Umsatzsteuer von 26,6 Prozent kann er allerdings nicht rundheraus einem Aufschwung in den Betrieben zuordnen: "Das liegt wohl vor allem auch an der Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent."

Geht es um die Steuern, haben nach wie vor wenige Bürger Vertrauen in die Computertechnik. Gerade mal 15 Prozent der Bürger nutzen das Programm "Elster", um ihre Steuerklärung elektronisch abzugeben.

"Ganz viele kommen immer noch mit der Erklärung und allen Belegen zu uns. Das ist auch verständlich, denn Elster ist nicht unbedingt einfach. Eine ausgedruckte Version und Belege müssen ohnehin per Post eingereicht werden", sagt Wolfgang Schroll, zuständig für den Bereich Einkommensteuern. Wer sich jedoch an Elster versuchen will, dem rät er, die aktuelle Version aus dem Internet runterzuladen.

Tipp für die Pendlerpauschale

Und noch einen Tipp hat er für Steuerzahler, weil die Frage der Pendlerpauschale immer noch nicht geklärt ist: "Jeder sollte nach wie vor, die Wege zum Arbeitsplatz eintragen, auch wenn sie unter 20 Kilometern liegen. Denn nur dann können wir die Steuerklärungen noch einmal bearbeiten, wenn vom Gericht im Sinne der Bürger entschieden wird."

Mehr Arbeit für weniger Mitarbeiter, heißt es auch im Finanzamt, so Günther Strecke: "1995 hatten wir noch 202 Stellen, im letzten Jahr 147. Es kann durchaus sein, dass das Land den Mitarbeitern in diesem Jahr noch einmal die Chance gibt, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Das kann wieder Stellen kosten."

 

Wer Fragen zu seiner Steuererklärung hat kann sich über die Hotline 921-444 im Finanzamt melden.