Firma Kost: Gutachter entscheiden über Zumutbarkeit der Geruchsbelästigung

BOCHUM Gutachter des Landesumweltamts sollen jetzt darüber entscheiden, ob die Geruchsbelästigung, der Riemker Anwohner durch die Abfälle der Entsorgungsfirma Kost ausgeliefert sind, zumutbar ist. Das hat die Bezirksregierung Arnsberg nach einem Gespräch mit allen Beteiligten entschieden.

von Von Christoph Walter

, 28.01.2009, 20:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Firma Kost: Gutachter entscheiden über Zumutbarkeit der Geruchsbelästigung

Dr. Ernst Kratzsch

Vor zwei Wochen saßen Vertreter aus Politik und Verwaltung mit der Geschäftsführung der Firma Kost und betroffenen Bürgern an einem Tisch. Das Resultat: Die Bezirksregierung Arnsberg hat beim Landesumweltamt ein Geruchsgutachten in Auftrag gegeben. Die Messungen beginnen in diesen Tagen und erstrecken sich über einen Zeitraum von sechs Monaten. „Mit diesem Gutachten hätten wir einen rechtssicheren Beweis in der Hand, um in die unternehmerischen Entscheidungen von Paul Kost massiv eingreifen zu können“, sagte Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch.

Die Geruchsbelästigung, von der auch Bürger in der Nachbarstadt Herne betroffen sind, entsteht durch die offene Lagerung von Grünabfällen auf dem Betriebsgelände. Sollte das Geruchsgutachten ergeben, dass Experten des Landesumweltamtes den Gestank als unzumutbar einstufen, kann die Stadtverwaltung veranlassen, dass die Firma Kost die Abfälle künftig in einer Halle deponieren muss. Das erinnert an den Fall des Entsorgers Weber: Auch diese Firma musste einem Gutachten zufolge bestimmte Abfälle überdachen. Da dies am früheren Unternehmensstandort in Langendreer nicht möglich war, ist Weber nach Gerthe umgezogen.