Flache Kanten und mehr Platz für Rollstuhlfahrer

rnKreuzung am Unnaer Ring

Einen weiteren Schritt in Richtung Barrierefreiheit geht die Stadt mit dem Bau einer Kreuzung am Verkehrsring. Flachere Bordsteinkanten und mehr Platz sollen Gehbehinderten mehr Komfort und Sicherheit bringen.

Unna

, 30.07.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Montag, 6. August, soll der Umbau der Kreuzung Hertingerstraße/Käthe-Kollwitz-Ring beginnen. Etwa zwei Wochen soll es dauern, die Querungshilfen behindertengerecht umzubauen. Dazu sollen die Bordsteine abgesenkt werden, um Stolperkanten abzubauen und das Überqueren mit Rollstuhl oder Rollator zu erleichtern. Außerdem sollen die Wartebereiche an den Ampeln vergrößert werden. Teils gibt es an diesen Stellen so wenig Platz, dass ein Wartender Rollstuhlfahrern den Weg versperrt. Elemente für Sehbehinderte, die wie an einigen Bushaltestellen oder am Busbahnhof das Ertasten mit Blindenstöcken ermöglichen, sollen allerdings nicht eingebaut werden.

Umwege für Autofahrer

Autofahrer müssen während der Umbauzeit mit Behinderungen rechnen. Das Projekt soll voraussichtlich am Freitag, 17. August, abgeschlossen sein. Während der Arbeiten sollen Fahrspuren im Kreuzungsbereich abschnittsweise gesperrt werden. Zeitweise wird es auch nicht möglich sein, vom Käthe-Kollwitz-Ring auf die Hertingerstraße abzubiegen. Die Umleitung führt dann über den Südring, die Wasserstraße und die Iserlohner Straße in Richtung Bundesstraße 1. Die Umleitung wird entsprechend ausgeschildert.

Der FLU-Fraktionsvorsitzende Klaus Göldner begrüßt den Umbau der Kreuzung. Seine Fraktion hatte vor zwei Jahren beantragt, dass bei allen Neubau- und Sanierungsmaßnahmen eine behindertengerechte Gestaltung berücksichtigt werden soll. Die FLU legte allerdings auch Wert auf taktile Elemente für Blinde.