Flächennutzung: "Bochum 4.0" auf Opel-Areal

Diskussionsrunde

Es ging mal wieder um Opel, wieder einmal um die Nutzung der Opel-Areale in der Zeit nach dem Autobau. Das Detroit-Projekt hat das Thema diskutiert. Und dabei war ein Begriff von zentraler Bedeutung: Strukturwandel. Ein wichtiger Akteur könnte die Ruhr-Universität sein.

BOCHUM

, 11.04.2014 / Lesedauer: 3 min
Flächennutzung: "Bochum 4.0" auf Opel-Areal

Das Detroit-Projekt beschäftigte sich mit der künftigen Nutzung der Opel-Flächen.

Auch Ruhr-Uni-Rektor Elmar Weiler sah die produzierende Zukunft des Ruhrgebiets in kleineren, spezialisierten Unternehmen. Er darf nicht fehlen, wenn es um die Umnutzung der Opel-Areale geht, weil Bochum seine neue Identität als Wissenschaftsstadt denkt. „Bochum 4.0“ hieß Weilers Schlagwort für die Stadt nach dem erneuten Strukturwandel.

Sein Hauptargument dafür, dass Bochum lebenswerter wird, lautete neudeutsch: „Jobs follow people“ – „Jobs folgen Menschen“. „Wir können unsere Absolventen so ausbilden, dass sie für Unternehmen interessant sind“, sagte Weiler. Und wenn die Stadt attraktiv sei, eine angenehme Atmos-phäre für Familien und kreatives Potential habe, dann wollten die Menschen gern bleiben.

Christa Reicher von Raumplanung Dortmund und Joachim Neuser vom NRW-Wirtschaftsministerium waren die einzigen auf dem Podium, die die Visionen des Opel-Werks als neuen Riesen-Spielplatz für Kooperationen zwischen Uni und Wirtschaft bremsten. Neuser legte ebenso großen Wert auf Ansiedlungen wie die des DHL-Logistikzentrums und Reicher sah eher ein temporäres Experimentierfeld für die Uni oder eine „Gesundheitsmesse“. Stadtbaurat Ernst Kratzsch hingegen unterstrich aus dem Publikum die Bedürfnisse der Uni: In spätestens zehn Jahren sehe er keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr für die Ruhr-Universität auf dem Campus. Das Opel-Areal in nur 1,8 Kilometern Entfernung sei für ihn daher eine bedeutende Alternative.

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