Fleischtheke muss schließen

06.08.2019, 17:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Edeka in Holzen musste seine Frischfleischtheke vor vier Wochen schließen. Das Fleisch wird von nun an abgepackt verkauft in vorgegebenen Mengen. Das Problem: Eine Theke mit Bedienung ist für Kunden oft ansprechender, weil dort jeder Kunde sein Fleisch aufs Gramm genau abgewogen bekommt. Das kann allerdings nur geleistet werden, wenn es genügend Fachkräfte gibt, die eine solche Theke bedienen. Das wird heutzutage immer schwerer. Der Chef des Edekas in Holzen Ralf Schmitt sucht beispielsweise bereits seit letztem Jahr nach einem geeigneten Nachfolger für die in Ruhestand gehenden Metzger. Generell gibt es immer weniger junge Menschen, die eine Ausbildung im Handwerk machen wollen. Die meisten wollen Abitur machen und gehen danach studieren. Doch auch in den handwerklichen Berufen hat man eine gute Chance mit Abitur. Und schon jetzt klagen junge Leute mit Studienabschluss über wachsende Arbeitslosigkeit. Dagegen wird ein guter Handwerker immer weniger Konkurrenz bekommen, wenn nicht nur Fleischtheken, sondern alle möglichen Handwerksbetriebe schließen. Falls Schmitt einen neuen Metzger findet, würde er die Theke gerne wieder öffnen. Bis dahin geht das Suchen erst einmal weiter. Tom Schlieck