Fliegerbombe entschärft: 300 Deusener sicherheitshalber evakuiert

DEUSEN Der Fund einer Fünf-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Deusener Stiegenweg machte am Montagnachmittag die Evakuierung von rund 300 Anwohnern in einem Umkreis von 250 Metern nötig. Die Bombe konnte entschärft werden.

von Von Arndt Brede

, 06.10.2008 / Lesedauer: 2 min
Fliegerbombe entschärft: 300 Deusener sicherheitshalber evakuiert

Walter Luth vom Kampfmittelräumdienst hat die Bombe entschärft.

  Sie benachrichtigten die Anwohner in einem Umkreis von 250 Metern, halfen ihnen, wo es nötig war, um zu den Evakuierungspunkten zu gelangen. Der TuS Deusen hatte sein Vereinsheim zur Verfügung gestellt. Und auch die Grafen-Grundschule nahm Anwohner auf. Rettungskräfte betreuten die betroffenen Deusener.  Zeitweise mussten die Deusener Straße und weitere Straßenzüge im Bereich der Entschärfungsaktion gesperrt werden.

Ihren Ausgang hatte die Entschärfung in einem Bauantrag genommen. Heribert Diederich wollte an seinem Haus im Stiegenweg anbauen. Bei einem solchen Vorgang sind Luftbildauswertungen vorgeschrieben. Sie ergaben unter anderem, dass im Nachbargarten ein Verdachtspunkt auf Einschlag einer Weltkriegsbombe lag. Aus dem Verdacht wurde Gewissheit. Die Kampfmittelräumer aus Arnsberg mussten zu Rate gezogen werden.

Sie hätten es schwer gehabt, an die Bombe heran zu kommen, denn sie lag weit hinten im Garten. Wenn ihnen nicht Heribert Diederich entgegen gekommen wäre. "Ich habe unter der Bedingung, dass ich die Genehmigung zum Anbau bekomme, meine Garage abgerissen, damit die Fahrzeuge des Kampfmittelräumdienstes durch meinen Garten  an die Bombe im Nachbargarten heran fahren können", erklärte der Deusener. Die betroffenen Deusener nahmen die Evakuierung gelassen: "Es ist doch gut, dass die Stellen so gut zusammen arbeiten", urteilte Ute Reiners über die Beteiligten. Und auch für die Nachbarn, die sich immer wieder gegenseitig behilflich waren, fand sie lobende Worte: "Die Deusener halten eben zusammen."

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