Flixbus will ab 2020 Haltestellen in NRW streichen - diese Städte sind betroffen

Fernbusse

Im Streit um die Mehrwertsteuer auf Bahn- und Fernbustickets droht Flixbus mit der Streichung von Haltestellen in 18 Städten in NRW. Außerdem will das Unternehmen weitere Schritte einleiten.

Dortmund

14.11.2019, 08:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Flixbus will ab 2020 Haltestellen in NRW streichen - diese Städte sind betroffen

Flixbus will 2020 sein Streckennetz in NRW möglicherweise stark ausdünnen. © dpa

Ab 2020 sinkt die Mehrwertsteuer auf Bahnticktes von 19 auf 7 Prozent. Das gilt aber nicht für Fernbusse. Für den Fall, dass allein die Mehrwertsteuer auf Bahn-Tickets gesenkt wird, plant Flixbus massive Streichungen in NRW. In vielen Städten könnten Haltestellen entfallen. Das berichtet die WAZ.

Diese Städte stehen auf der Streichliste von Flixbus:

Bocholt, Borken, Gelsenkirchen, Gütersloh, Hagen, Hamminkeln, Herford, Herne, Krefeld, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Olpe, Recklinghausen, Remscheid, Rheda-Wiedenbrück, Soest, Wuppertal. Eine Entscheidung darüber soll laut WAZ erst 2020 fallen.

Wie die Deutsche Presseagentur dpa berichtet, will Flixbus will auch vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die geplante Senkung der Mehrwertsteuer im Schienenverkehr klagen. Zudem kündigte das Münchner Unternehmen eine Beschwerde bei der EU-Kommission an.

Jetzt lesen

„Wir sind davon überzeugt, dass eine einseitige Mehrwertsteuersenkung für die Bahn, also ohne den umweltfreundlicheren Fernbus zu berücksichtigen, rechtlich nicht erlaubt ist“, sagte Flixbus-Gründer André Schwämmlei. Ein vom Unternehmen in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass die geplante Maßnahme gegen den von der EU festgelegten Grundsatz der steuerlichen Neutralität verstoße.

mit dpa

Lesen Sie jetzt