Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

"Flügelort" feiert neu gestaltete Gartenanlage

Mutter-Kind-Haus

Das Herbstfest im Mutter-Kind-Haus „Flügelort“ der Evangelischen Jugendhilfe Bochum wollte am Samstag nicht nur das schöne Wetter preisen. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand die neu gestaltete Außen- und Gartenanlage, die Müttern und Kindern den Neuanfang erleichtern soll.

BOCHUM

von Von Verena Halten

, 21.10.2012
"Flügelort" feiert neu gestaltete Gartenanlage

Pia und Töchterchen Finja sind von der Gartenanlage begeistert. Seit Anfang Oktober wohnen sie in einer eigenen Wohnung. Eine enge Verbindung zum Haus, zu den Mitarbeitern und ehemaligen Mitbewohnerinnen hat Pia trotzdem noch.

Ein Amberbaum leuchtet in herbstlichem Rot mit dem feuerroten Planschbecken, das mit Luftballons gefüllt ist, um die Wette. „Die jungen Frauen und ihre Kinder, die hier Zuflucht suchen, haben in ihrem Leben teilweise viel durchgemacht. Für sie ist das hier ein Neuanfang, den wir ihnen so schön wie nur irgendwie möglich machen wollen. Ganz dem Motto nach: Nur das Beste ist für diese Frauen und ihre Kinder gut genug“, sagt Cornelia Stege, Leiterin der Evangelischen Stiftung Dialog. Diese übernahm die Aufgabe aus der kargen Gartenanlage des Hauses einen Ort zu machen, der Nutzen und Schönheit der Natur verbindet.

Dafür machte sich die Stiftung auf die Suche nach Unterstützung, fand diese beim Lions Club und beim Soroptimist Club. Im April erhielt der Gartenbauer Ralf Lilienthal den Gestaltungsauftrag. Mit viel Liebe zum Detail schuf er Abenteuerpfade, eine Buddelkiste und einen kleinen Kräuter-, Obst- und Gemüsegarten. „Erst einmal habe ich mich gefragt, was soll hier passieren“, beantworte Lilienthal die Frage, wie er begonnen hat. Für ihn stand fest: Hier soll gebuddelt, entdeckt, gelernt, geerntet, geschmeckt, gespielt und gerochen werden. Den jungen Müttern gefiel der neue Garten übrigens ebenso gut wie den Gästen - bestehend aus den Sponsoren, der Stiftung, der Jugendhilfe und der lokalen Politik. „Das ist ein perfekter Ort, um neue Wege anzugehen“, sagte Bezirksbürgermeisterin Susanne Mantesberg und bezog sich auf den Namen des Hauses. Denn „Flügelort“ ist ein alter Begriff aus dem Bergbau. Er bezeichnet einen neuen Weg, der vom Hauptstollen abzweigt.