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Fördergelder sollen Anfang Juli kommen

Musikzentrum

Die Entscheidung über das Musikzentrum wird auf den 5. Juli vertagt. Bis dahin soll das Projekt finanziell an Fahrt gewinnen. Im Ältestenrat war die Rede von einem rechtssicheren Teil-Förderbescheid, der Anfang Juli bei der Stadt Bochum eintrudeln soll.

Bochum

von Von Benedikt Reichel

, 15.06.2012
Fördergelder sollen Anfang Juli kommen

Ein Blick ins Innere des Siegerentwurfes für das geplante Musikzentrum am der Viktoriastraße.

Zufriedene Gesichter nach dem Treffen des Ältestenrates. Was Kulturdezernent Michael Townsend dort zum Thema Musikzentrum verkündete, stimmte die Politiker zuversichtlich. Zwar soll die entscheidende Ratssitzung wie berichtet um eine Woche auf den 5. Juli verschoben werden – doch an diesem Termin will Townsend mächtig auftischen.

  • Bereits für den 2. oder 3. Juli hofft die Stadt auf einen Förderbescheid über einen großen Teil der Landesmittel von der Bezirksregierung.
  • Die 9,53 Millionen Euro der Städtebauförderung sollen auf der Prioritätenliste des Landes ganz oben stehen. Sobald der Haushalt beschlossen ist, könnten sie ausgezahlt so werden. Die Prioritätenliste soll noch vor der Ratssitzung veröffentlich werden.
  • Mit dem seit Donnerstag genehmigten städtischen Haushalt kann Bochum die 2,7 Millionen Euro Eigenmittel in das Projekt einbringen.

„Wenn das alles so kommt, wäre die Hürde der Finanzierung genommen“, sagt Wolfgang Cordes (Grüne). Er hat selbst nicht an der Ältestenratssitzung teilgenommen. Kulturdezernent Townsend wollte gegenüber den Ruhr Nachrichten die Informationen nicht bestätigten. Man stecke in vielen Hintergrundgesprächen. Er wolle keinen Druck mit festen Terminvorgaben aufbauen. „Ich habe stets gesagt, dass wir bis zur Sommerpause eine Entscheidung haben werden“, sagt Townsend. Und das sei kein Zweckoptimismus gewesen.

Townsend betont zudem, dass die Bau- und Betriebskosten im Rahmen bleiben würden – auch wenn die Vorkalkulation der Baukosten 1,6 Prozent über der Kostengrenze liegt. „Es ist jetzt Sache der Fraktion von Herrn Cordes, ob sie dieses wichtige Projekt mittragen kann“, so CDU-Mann Roland Mitschke. „Es gibt noch zwei letzte Baustellen“, so Cordes. Aber diese würden nach und nach aus dem Weg geräumt. Bei den Freien Bürgern äußert sich Jens Lücking überzeugt, dass nötige Einsparpotenziale im Entwurf gefunden werden können.Die zweite Baustelle sind die Betriebskosten. Volker Steude, Initiator des Bürgerbegehrens gegen das Musikzentrum, zweifelt sie weiterhin an. Und verweist dabei auch auf die Konzerthäuser in Dortmund und Essen, die Millionenbeträge verschlingen. Die Häuser hätten aber extra Personal einstellen müssen, kontert die Stiftung Symphonie. In Bochum gäbe es das Personal bereits bei den Symphonikern. Ein Mitglied des Ältestenrates berichtet von einem neuen Gutachten zu den Bau- und Betriebskosten. Demnach lägen letztere deutlich unter der 650.000 Euro-Grenze.