Forum-Pläne scheinen nicht mehr fern

Stiftsforum

Wer sich durch die Hörder Mitte bewegt, kann das Stiftsforum nicht übersehen. Bei vielen Betrachtern drängt sich die Frage auf: Wann tut sich eigentlich etwas an dieser markanten Stelle zwischen Innenstadt und See? Die Antwort liefert die neueste Entwicklung beim Verkauf der Hörder Burg.

HÖRDE

, 28.07.2014, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Stiftsforum in Hörde erhält überraschend einen neuen Mieter: die Existenzgründerschmiede "garage.dortmund".

Das Stiftsforum in Hörde erhält überraschend einen neuen Mieter: die Existenzgründerschmiede "garage.dortmund".

Wie berichtet, hat das Dortmunder Unternehmen Dreier Immobilien ein Angebot für die Hörder Burg abgegeben. Hier ist ein Seminarzentrum für die Sparkassenakademie geplant. Wie genau das angrenzende Stiftsforum mit in diese Planungen passt, ist bisher nicht bekannt. Fest steht nur: Der Rat wird am 2. Oktober in nicht-öffentlicher Sitzung über die Zukunft dieses Teils von Hörde beraten.

Fest steht aber das übergeordnete Ziel: Der Abriss des Stifsforums in den ehemaligen Räumen der Stifts-Brauerei. Frank Bußmann spricht von „städtebaulichen Zielvorstellungen“. Und in die passt diese Mischung aus altem Backstein, heruntergekommenen Diskotheken-Überbleibseln und dem türkis-gläsernen Vorbau nicht hinein. Zumal das Gebäude zur Hälfte leer steht. In den Keller-Räumen versuchten es mehrere Diskotheken-Betreiber und scheiterten. Die Studios des Fernsehsenders Sat.1 gingen als nächstes. Auf dem Schild vor dem Gebäude ist der Privatsender aber immer noch als Mieter angegeben.

Bleiben eine Tanzschule, ein Fitness-Studio und die Gründer-initiative „Garage“. Außerdem nutzt die Stadt ein altes Fernsehstudio als Akten-Lager. Die bisherigen Mieter warten auf aktuelle Informationen. Zum Teil haben sie noch lange gültige Mietverträge, etwa die Tanzschule Rimek (bis 2019). Deren Betreiber Klaus Rimek hatte immer wieder betont, dass man nur bei einer entsprechenden Alternative bereit sei, die Räume zu verlassen. „Wer auch immer es kauft, muss auf uns zukommen“, sagt Rimek. Schon 2011/2012 stand der Abriss zur Diskussion. Unter anderem der teure Brandschutz war damals ein Argument. Letztlich fielen nach Protesten der Mieter nur zwei Nebengebäude.