Fragen nach der Lebensqualität

BOCHUM Wie schätzen junge Menschen mit Migrationshintergrund ihre Lebensqualität ein? Die Stadt will es mit einer Befragung herausfinden.

von von Joachim Stöwer

, 14.01.2008, 15:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fragen nach der Lebensqualität

Zusammen mit dem Zentrum für interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung (ZEFIR) an der Ruhr-Uni hat das Integrationsbüro vor kurzem 4000 Fragebögen an 15- bis 25-Jährige verschickt. Ausgesucht wurden dazu Adressaten aus dem Gleisdreieck, dem Krupp-Bereich, Hamme, Wattenscheid-Mitte und Querenburg, Gebiete, die eine auffällige Sozialraumstruktur aufweisen.

Maßnahmen passgenau schneidern

Die Statistik erfasst sonst in der Unterscheidung nur "Deutsche" und "Ausländer", deshalb ist diese Befragung ein Novum, wie die Leiterin des Integrationsbüros, Nurhan Dogruer-Rütten (Foto) erläutert: "Hier leben auch viele eingebürgerte Deutsche mit Migrationshintergrund, die wir erfassen wollen."

Gefragt wird nach Schule, Sprache, Elternhaus, Wohnsituation, Kontakten, Partnerschaft, Freizeit und Zufriedenheit. "Die Auswertung der Ergebnisse soll uns ermöglichen, passgenaue Maßnahmen für die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund zu schneidern", erhofft sich Dogruer-Rütten, die dabei besonders an Verbesserungen bei Freizeit und Bildung denkt - auch für die nachkommende Generation.

Interviews in Jugendzentren

Dazu bedarf es aber noch mehr Informationen. Der Rücklauf der Fragebögen beträgt zurzeit 12 Prozent - 20 Prozent sollten es schon für eine repräsentative Auswertung werden. Dazu werden Mitarbeiter/innen auch Schulen und Jugendzentren aufsuchen und Interviews führen, um Wünsche und Anregungen zu sammeln. Im März will das Integrationsbüro der Stadt dann die Auswertung der Befragung vorstellen.

Das Forschungsprojekt dient der Verbesserung der Integration auf Stadtteilebene und wird vom Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration des Landes gefördert.

 

Bei Fragen können sich Interessierte an Ulrich Schmitz vom Integrationsbüro wenden: Tel. (0234) 910 1859; der Fragebogen kann auch aus dem Internet herunter geladen werden:

www.bochum.de/integrationsbüro/frame02.htm