Franziska Mense-Moritz brachte Rittersaal zum Lachen

Kabarett

WITTEN "Ich sachma‘: Normal!" meint Franziska Mense-Moritz in ihrem gleichnamigen Solo-Programm. Am Sonntag zeigte sie im Rittersaal von Haus Herbede, dass sie alles andere als normal ist. Sie ist eine vielseitige Ausnahmekünstlerin.

von Von Dietmar Bock

, 09.11.2009, 14:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit dabei ist auch Franziska Mense-Moritz, vom Kabarettisten-Duo »Die zwei vonne Südtribüne«.

Mit dabei ist auch Franziska Mense-Moritz, vom Kabarettisten-Duo »Die zwei vonne Südtribüne«.

Dabei überzeugt sie nicht nur als Darstellende, sondern – am Klavier von Hans Wanning begleitet – vor allem auch gesanglich. "Born to be wild" rockt sie ab, singt und tanzt zudem den Blues und fragt sich à la Liedermacher Hermann van Veen "Was sollen wir trinken". Und das so echt, dass man meint, das Original stehe auf der Bühne. Als Arbeitsloser erkennt die passend als Macho verkleidete Top-Künstlerin: "Der Job war gut, nur die Arbeit war scheiße" und weiß sich auch als Tagesmutter zu helfen: "Wenn das Kind schreit: Fernseher lauter und Tür zu!"

Das sie nicht dazu gehört, beweist sie mit ihrem Song "Kein Haus am See" nach dem (fast) gleichnamigen Hit von Peter Fox. Völlig durchgedreht liest sie aus dem Tagebuch eines Wasserhahns, den man zu stark abgedreht hat und nun nicht wieder aufgedreht bekommt. Außerdem befürchtet er zu verkalken. Letzteres ist bei Mense-Moritz nicht zu befürchten. Ihre Ideen scheinen schier grenzenlos und ihr aktuelles Programm? Ich sachma: "Suppa Klasse!"