Französische Entdeckungsreise mit dem Chorwerk Ruhr

Ruhrtriennale 2014

Als Hitlers Truppen unter dem Triumphbogen hindurchmarschieren, zieht Francis Poulenc aufs Land, ins Loiretal. Er bekommt heimlich Texte zugesteckt. Die seines Lieblingsdichters Paul Éluard erkennt er auch ohne Unterschrift. Er vertont sie und schafft eines der bedeutendsten Chorwerke des 20. Jahrhunderts: "Figure humaine" – menschliches Antlitz. Das Chorwerk Ruhr und sein Leiter Florian Helgath haben rund um die doppelchörige Kantate ein abendfüllendes Programm entworfen.

ESSEN

von Von Karsten Mark

, 22.09.2014, 15:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Französische Entdeckungsreise mit dem Chorwerk Ruhr

Für den Leiter des Chorwerks Ruhr, Florian Helgath, hat jeder Akkord seinen eigenen Duft.

Im Radio
WDR 3 sendet am 30. 10., 20.05 Uhr, die Aufzeichnung.

Mit seinem jungen, präzise und flexibel intonierendem Ensemble gelingt eine beeindruckende Aufführung und spannende Entdeckungsreise durch die französische Musik des 20. Jahrhunderts. So dürfte auch der siebenteilige Liederzyklus „Le Cantique des Cantiques“ (Der Gesang der Gesänge) von Jean-Yves Daniel-Lesur den meisten Zuhörern wohl unbekannt gewesen sein. Tonsprachlich ist das zwölfstimmig komponierte Stück von 1952 gut aufgehoben zwischen Poulenc und Ravels Sonate für Violine und Cello, letztere mustergültig aufgeführt von Florian Donderer und Tanja Tetzlaff.    

Im Radio
WDR 3 sendet am 30. 10., 20.05 Uhr, die Aufzeichnung.