Fraueninitiative kämpft für Gleichberechtigung

"Equal Pay Day"

Mit roten Taschen gegen rote Zahlen in den Geldbörsen von Frauen - mit diesem symbolischen Vergleich warb die Fraueninitiative am "Equal Pay Day" für ihre Argumente. "Die Forderung gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist noch immer Zukunftsmusik", sagt die Gleichstellungsbeauftragte Maria Grote in der StadtGalerie.

INNENSTADT

von Von Barbara Zabka

, 26.03.2011, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein roter Becher mit der Aufschrift "Equal Pay Day" - eine Frau gibt als Zeichen ihre Unterschrift ab.

Ein roter Becher mit der Aufschrift "Equal Pay Day" - eine Frau gibt als Zeichen ihre Unterschrift ab.

Ursula Maurer (58) ist arbeitssuchend. Sie hat im Laufe ihres Berufslebens viele Erfahrungen sammeln müssen und weiß, was es heißt, schlechter bezahlt zu werden als die Männer. Wieder eine Unterschrift mehr. Sebastian Wirsing (22) und Jessica Müßmann (21) bleiben mit Töchterchen Alina interessiert stehen. Beide sind noch in der Ausbildung. Er als Anstreicher. Sie als Friseurin. "In der Ausbildung haben wir beinahe den gleichen Lohn. Doch später klafft die Schere weit auseinander", ärgert sich die junge Mutter. "Ich bin doch dann auch acht Stunden auf den Beinen. Bin ich etwa weniger wertvoll?" Die Antwort auf diese Frage findet sie auf dem Flyer: Frauen verdienen nicht weniger, weil sie weniger leisten, sondern weil sie für gleichwertige Arbeit schlechter bezahlt werden. Rita Keuer (58) zeigt sich resolut. "Ich kämpfe seit 40 Jahren für gleichen Lohn. Es gibt überhaupt keinen Grund, warum Frauen weniger verdienen sollen. Wo ist die Unterschriftenliste?"