Freeway Rider's schlugen Sportbar kurz und klein

Gerichtsprozess

Aus Rache für einen Angriff auf einen Kameraden soll ein Rollkommando des Motorrad-Clubs „Freeway Rider’s“ im Mai 2014 eine Bochumer Sportsbar kurz und klein geschlagen haben. Ob allerdings ein angeklagter 51-jährigen Mann aus Castrop-Rauxel einer der Täter war, musste auch nach dem Prozess offen bleiben.

BOCHUM

29.11.2016, 17:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unmittelbar nach Verlesung der Anklageschrift der am Dienstag vor dem Bochumer Landgericht zogen sich Verteidiger, Staatsanwältin und Richter zu einem sogenannten Rechtsgespräch zurück. Die Öffentlichkeit war dabei nicht zugelassen.

Im Anschluss die Überraschung: Das Verfahren gegen den Castrop-Rauxeler wurde wie auch die Verfahren gegen vier mutmaßliche Komplizen aus Herne, Witten und Gelsenkirchen eingestellt. Im Gegenzug erklärten sich alle fünf Rocker bereit, jeweils 600 Euro an eine Angestellte der Sportsbar zu zahlen. Die unbeteiligte Frau war wohl das einzige echte Opfer der Brutalo-Aktion. Nach der Attacke erlitt sie einen Zusammenbruch und erholte sich nur langsam und allmählich von dem Schock.

Rechnete der Sportsbar-Besitzer mit dem Angriff?

Der Besitzer der Sportsbar könnte dagegen sogar mit einem Angriff auf seinen Besitz gerechnet haben. Der Mann, so heißt es, ist Chef der Duisburger Gruppe des Motorrad-Clubs „MC Gremium“ und damals mit den „Freeway Rider’s“ in inniger Feindschaft verbunden.

Wenige Wochen vor dem Auftauchen des Rollkommandos in seiner Bar sollen Gremium-Rocker einem verhassten Freeway Rider die Kutte abgenommen haben. In Rockerkreisen gilt das als beinahe schlimmste aller Taten, die natürlich mit einem Racheakt geahndet werden muss.

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