Freibad-Rock in Unna mit mäßiger Resonanz

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Die Premiere war nicht so gut besucht, wie es die Veranstalter des ersten „Burn‘d-Born-Festivals“ gehofft hatten. Wer ins Bornekampbad gekommen war, erlebte engagierte Musiker in drei Bnads.

von Sebastian Pähler

Unna

, 12.08.2018, 16:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es deutete sich schon nachmittags an, dass der Besuch beim ersten „Burn‘d-Born-Festival“ im Freibad Bornekamp durchwachsen werden würde: Der eigentliche Freibadbetrieb zog wetterbedingt nicht die erhoffte Zahl von Gästen in die Anlage – ein Trend, der sich beim Konzertabend fortsetzen sollte.

Am Angebot und der Vielseitigkeit der Bands hat es derweil sicher nicht gelegen. Mit guter Laune und lauten Klängen brachten die Musiker am Freitag Stimmung in das Freibad „Wir haben auch schon für drei Leute gespielt“, berichtete André von der Band „Escart“. „Wir freuen uns über jeden, der kommt“, so der Gitarrist und Sänger.

Das Festival eröffnet hatte die heimische Kultband „Unnaost“. „Endlich geht es los, das erste Burn’d-Born“, freute sich Gitarrist Volker Alberts.

Mit einer Mischung aus alten Stücken aus ihrer Gründungszeit und neuen Liedern traten die Deutschrocker von „D-Zug“ vor das Publikum. „Wir haben Songs von 1982 genau so dabei wie neue, und den Unterschied bemerkt keiner“, erläuterte Sandor. „Wir sind darum bemüht, zeitlose Rockmusik zu machen“, erklärte der Bandgründer. Viele der alten Lieder hätten über die Jahre sogar an Aktualität gewonnen. So standen etwa Titel wie „Verrückt“ oder „Kinderlied“ neben ganz neueren wie „Der eigene Weg“.

Ganz ähnlich handhabte es schließlich auch die Iserlohner Band „Escart“. Schließlich reicht die Bandgeschichte immerhin bis ins Jahr 2001 zurück, auch wenn die aktuelle Besetzung erst seit 2012 besteht. In der Zwischenzeit hatte die Band viele Mitglieder, die unterschiedlichste Einflüsse mitbrachten, etwa aus den Bereichen Punk, Gothic oder Death Metal. Aus all dem ist heute ein sehr klassischer, rumpeliger Heavy Metal geworden. Bei Titeln wie „Make Me Free“ oder „Nonsens of Evolution“ wurde kräftig gebrüllt und Musiker und Fans ließen beim Headbangen die Haare fliegen. Einige Fans hatte „Escart“ zum Glück mitgebracht, die halfen, das Freibad am Abend ein bisschen voller zu bekommen. Die, die da waren, hatten jedenfalls Spaß.

Ein durchschlagender Erfolg war das Festival aber dennoch nicht unbedingt. An den Künstlern hat das nicht gelegen, die gaben ihr Bestes, das Publikum zu unterhalten. Vielleicht war so kurz nach dem „Bornekamp Open Air“, dem „Jammin‘ lounge Special“ und einen Tag vor „Unna rockt“ der Bedarf nach Musik im Freien schon gedeckt.

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