Freitag geht's los: Ex-VfL-Spieler Legat im Dschungel

Dschungelcamp 2016

Nach Sarah Knappik ist der ehemalige VfL-Fußballprofi Thorsten Legat der zweite Bochumer im australischen Dschungel. Gekreische und Geheule dürfen wir von ihm im Dschungelcamp 2016 wohl nicht erwarten. Im Interview mit Ulf Zimmermann erklärt er, warum er für "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" 14 Kilo abgespeckt hat. Braucht er Hunger für die Ekelprüfungen? Freitag geht es los.

BOCHUM

13.01.2016, 17:56 Uhr / Lesedauer: 3 min
Freitag geht's los: Ex-VfL-Spieler Legat im Dschungel

Der ehemalige Fußballer Thorsten Legat posiert 2014 in Düsseldorf beim Promiboxen.

Für Thorsten Legat, als Fußball-Profi deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und Europacup-Gewinner, geht ein Traum in Erfüllung. Der 47-Jährige kämpft in der RTL-Show „Ich bin ein Star - holt mich hier raus!“ um den Titel des Dschungelkönigs. „Ich bin seit neun Jahren großer Fan des Dschungelcamps und habe mich immer gefragt: Warum sitze ich vor dem Fernseher und nicht im Dschungel?“, sagte Legat im Interview.

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Die Kandidaten im Dschungelcamp Nummer 10

Wenn die zehnte Staffel von «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!» am Freitag beginnt, ziehen erstmals zwölf Kandidaten ins Dschungelcamp. Ein Überblick von Jung nach Alt.
13.01.2016
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Sie haben Erfahrungen im Entertainmentbereich, zum Beispiel als Promiboxer. Warum treten Sie im Dschungelcamp an? Für mich ist das eine Herausforderung, die ich schon immer haben wollte. Ich bin seit neun Jahren großer Fan des Dschungelcamps und habe mich immer gefragt: Warum sitze ich vor dem Fernseher und nicht im Dschungel? Nun habe ich endlich das Glück gehabt, dass man auf mich zugekommen ist.

Was sind für Sie die Herausforderungen? Das Klima, die unappetitlichen Aufgaben, die Konkurrentinnen und Konkurrenten? Ich treibe im Prinzip mein ganzes Leben lang Sport. Die Prüfungen jucken mich gar nicht so sehr. Ich sehe das Ganze als eine Art Überlebenstraining an. Ich möchte wissen, wo meine Grenzen sind. Danach habe ich gesucht, nun kann ich meine Chance beim Schopfe packen. Und ich liebe Hitze, ich hätte am liebsten 365 Tage im Jahr um die 35 Grad. Ich mache das nicht wegen des Geldes. Ich habe schließlich 15 Jahre als Profi Fußball gespielt.

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Das eine sind die körperlichen Strapazen, das andere die psychischen. Ihre Konkurrentinnen und Konkurrenten sind sehr unterschiedlich. Sind Sie für diese Art Stress gewappnet? Ich bin 47 Jahre alt, seit 15 Jahren Trainer und habe eine großartige Familie. Insofern kann mich gar nichts abschrecken. Wenn mich dort jemand verbal angeht, ist es doch klar, dass ich mir das nicht gefallen lasse. Ich werde meine Aufgaben dort machen und mich in den Dienst der ganzen Crew stellen.

Als ehemaliger Leistungssportler und Trainer wollen sie immer gewinnen. Sprechen ihre Erfahrungen und Qualitäten im Kampf um das Zepter des Dschungelkönigs für Sie? Das hängt ja nicht nur davon ab, was ich mache. Die Zuschauer entscheiden letztendlich, ob ich drinbleibe oder nicht. Sie sehen, ob ich gute Arbeit mache und authentisch bleibe. Ich bin kein Schauspieler wie viele andere. Die Zuschauer merken das sofort. Ich bin Trainer und weiß, wie man 22 Spieler unter einen Hut bringt. Im Dschungel kann ich sicher in dieser Hinsicht davon profitieren. Also kein Problem.

Wie haben Sie sich vorbereitet? Haben Sie mal ein Insekt probiert? (lacht): Als ich vor 28 Wochen die Zusage bekommen habe, dass ich dabei bin, musste ich mich natürlich vorbereiten. Zum Beispiel darauf, wie ich dem Hungergefühl entkomme. Seit ich den Bescheid bekommen habe, befinde ich mich in einer Diätphase und habe mich von 100 auf 86 Kilogramm herunter gehungert. Mich kann nichts abschrecken. Ich habe keine Angst, ich bin auf der Straße großgeworden und weiß, was Hunger bedeutet. Ich brauche niemandem mehr etwas zu beweisen. Ich will nur sehen, wo meine Grenzen liegen.

Sie sind Trainer des FC Remscheid. Haben Sie mit den Spielern gesprochen? Haben Sie die Befürchtung, dass Ihre Autorität leidet? Zunächst einmal hatte ich eine Schweigepflicht. Aber ich habe intelligente Spieler, die nicht auf den Kopf gefallen sind. Alles über mich konnten Sie im Internet finden, auch die Gerüchte über das Dschungelcamp. Wissen sie, Deutschland ist eine Neidgesellschaft, da gönnt der eine dem anderen nichts. Darauf gebe ich aber nichts. Mein Fokus liegt im Moment auf dem Dschungelcamp. Da werde ich mich vorbildlich verhalten, weil mich meine Mannschaft auch sehen wird. Dann komme ich zurück und konzentriere mich wieder voll auf den FC Remscheid. Ich bin seit 14 Jahren Trainer im Amateurbereich. Natürlich gab es wegen des Dschungelcamps Vorwürfe, dass ich meinen Job nicht ernst nehme. Aber, ich habe alles abgesprochen, ich liebe den Fußball, er ist mein Leben und ich arbeite mit Leidenschaft für den Verein.

Zur Person
Thorsten Legat (47) stammt aus Bochum und startete seine Profikarriere beim heimischen VfL - 15 Jahre dauerte seine aktive Laufbahn, unter anderem noch für Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, dem VfB Stuttgart und Schalke 04. 2014 sorgte er mit der Autobiografie „Wenn das Leben Foul spielt“, in der über seinen gewalttätigen Vater erzählt, für Aufsehen. Seit Oktober 2015 trainiert Legat den sechstklassigen FC Remscheid.

 

 

In Erinnerungen schwelgen - Sarah Knappik war 2011 im Dschungel

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Sarah Knappik im Dschungel-Camp

Am elften Tag hat Sarah die Schnauze voll. Nach langem Flehen der Camp-Mitbewohner sagt sie den Satz: "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" und damit ist ihr Aufenthalt im Promi-Camp beendet. Sie bekommt damit auch nicht die volle Gage.
25.01.2011
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Tag 11 im Camp - Sarah Knappik regt sich darüber auf, dass Indira am Vorabend statt nur Wachteln auch von ihren und Rainers Tofuwürsten gegessen hat.© Foto: RTL
Tag 11 im Camp - Sarah Knappik regt sich darüber auf, dass Indira am Vorabend statt nur Wachteln auch von ihren und Rainer Langhans Tofuwürsten gegessen hat.© Foto: RTL
Tag 11 im Camp - Sarah Knappik regt sich darüber auf, dass Indira am Vorabend statt nur Wachteln auch von ihren und Rainers Tofuwürsten gegessen hat.© Foto: RTL
Tag 10 im Camp - Sarah Knappik hat auch als Teamchefin keinen guten Stand in der Gruppe.© Foto: RTL
Tag 8 - Dschungelprüfung 08 "Die Reifeprüfung", 1. Prüfungsfach: "Schulbank drücken"; Sarah Knappik muss das Gesicht in die Schulbank gedrückt und mit dem Mund nach Sternen angeln. Sarah bekommt eine Schutzbrille und klappt die linke Seite der Schulbank hoch: Darunter befindet sich stinkender grüner Schleim. 30 Sekunden hat sie für die Sternensuche Zeit. Sie taucht ihr Gesicht in die abstoßende schleimige Masse und holt sich mit dem Mund den ersten Stern.© Foto: RTL
Tag 8 - Dschungelprüfung 08 "Die Reifeprüfung", 3. Prüfungsfach: "Schwimmen"; Sarah Knappik muss in einem Bottich innerhalb von einer Minute nach drei Sternen tauchen. Gefüllt ist er mit Dreckwasser, Schleim, Fischabfällen- und innereien. Sarah zieht ihr Shirt aus, will in den stinkenden Bottich steigen, doch dann verlässt sie ihr Mut. Sarah: "Scheiße, ich schaffe das nicht. Wer will die Prüfung machen? Es geht nicht um Ekel, ich habe nur Angst, dass ich keine Luft mehr bekomme und nicht mehr atmen kann.: B© Foto: RTL
Dschungelprüfung 08 "Die Reifeprüfung", 2. Prüfungsfach "Deutsch"; In einer großen Plexiglaskugel befinden sich Skorpione und Spinnen. Sarah Knappik muss mit einer Hand drei Tafeln mit Begriffen aus der Kugel herausholen, mit denen drei berühmte Sätze vervollständigt werden müssen. Das Model überspringt die Prüfung und verzichtet auf den Stern.© Foto: RTL
Tag 8 im Camp - Nach der Dschungelprüfung zieht sich Sarah Knappik zurück. Sie weint, weist jede Ansprache barsch ab und spricht kein Wort.© Foto: RTL
Tag 8 im Camp - Nach der Dschungelprüfung zieht sich Sarah Knappik zurück. Sie weint, weist jede Ansprache barsch ab, spricht kein Wort und liegt wie erstarrt auf ihrer Liege.© Foto: RTL
Tag 5 - Dschungelprüfung 05 "Das Boot des Grauens"; Sarah Knappik ist auch mit den Schlangen in Box zwei ganz cool, dabei konzentriert und sehr ruhig. Eine Schlange ("Dschungel Snake") nach der anderen landet in ihrem Boot. Am Ende entscheidet sie sich aus Zeitgründen nach der dritten Box direkt zur fünften zu gehen.© Foto: RTL
Tag 5 - Dschungelprüfung 05 "Das Boot des Grauens"; Sarah Knappik hat sich aus Zeitgründen entschieden nach der dritten Box direkt zur fünften zu gehen. Die große Schlange (big coastal carpet python) will jedoch nicht so leicht in ihr Boot. "Die hat sehr viel Kraft" - doch Sarah schafft es. Mit sieben Schlangen an Bord erreicht sie das Ufer. Neun Sterne!© Foto: RTL
Tag 3 - Dschungelprüfung 03 "Ab durch die Wand"; Sarah Knappig hat den alles entscheidenden Satz bei ihrer Prüfung gesagt: "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" und bricht ihre Prüfung ab. Kein Stern! "Ich kann nicht atmen. Ich habe irgendwie Atemprobleme - Scheiße." Verzweifelt versucht sie zu erklären. "Mein Kreislauf, ich habe keine Luft mehr bekommen. Meine Atmung ist weggeblieben", Sarah ist mehr als angeschlagen - sie ist am Boden zerstört. Dirk versucht zu beruhigen. Trotzdem zieht Sarah niederg© Foto: RTL
Tag 3 im Camp - Sarah Knappik kommt nach ihrer missglückten Dschungelprüfung völlig aufgelöst und weinend ins Camp zurück. "Ich habe die härteste Dschungelprüfung aller Zeiten gehabt."© Foto: RTL
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