Freitisch

Uwe Timm

Noch vor der Studenten-Revolte, Anfang der 1960er Jahre treffen sich vier Studenten regelmäßig am Freitisch einer Münchener Versicherung. Sie diskutieren über alles und vor allem über Arno Schmidt.

von Von Britta Helmbold

, 24.03.2011, 12:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Freitisch

Vierzig Jahre später treffen sich zwei von ihnen im Städtchen Anklam wieder: zwei Lebensläufe und viele Erinnerungen - davon handelt Uwe Timms wohl formulierte und humorvoll geschriebene Novelle "Freitisch".Leser und Schreiber

Schreib-Ambitionen hatten alle vier, doch nur einer von ihnen ist später Schriftsteller geworden. Der Ich-Erzähler, zunächst Lehrer, jetzt Antiquariat, bezeichnet sich selbst als "Lesenden". Er trifft Euler, der sein Auskommen ebenfalls nicht mit Schreiben, sondern in der Abfallwirtschaft gefunden hat, in seiner neuen Wahlheimat-Stadt - und wird von ihm erst gar nicht erkannt.Idol Arno Schmidt Doch so langsam dämmert es ihm und im Café frischen die beiden die alten Zeiten wieder auf, erzählen sich ihre Leben. Auch ihre gemeinsame Fahrt zu ihrem Idol Arno Schmidt spielt dabei eine Rolle. Ein schmales Büchlein, gespickt voll mit Anspielungen, und der Frage: Sind wir die geworden, die wir einst sein wollten? 

Uwe Timm: Freitisch, Kiepenheuer & Witsch, 16,95 Euro, ISBN 978-3-462-04318-1.

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